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Nordrhein-Westfalen Nach schwerem E-Scooter-Unfall: 19-Jähriger meldet sich

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Bad Lippspringe (dpa/lnw) - Nach einem schweren Unfall mit einem lebensgefährlich verletzten E-Scooter-Fahrer hat sich der beteiligte Autofahrer gestellt. Der 19-Jährige habe sich am Montagnachmittag bei der Polizei in Bad Lippspringe gemeldet, teilte die Polizei am Dienstag mit. Der 65-jährige Fahrer sei inzwischen außer Lebensgefahr. Außerdem stellte die Polizei am Dienstag erstmals klar, dass es sich bei dem Fahrzeug des Unfallopfers um ein führerscheinpflichtiges, dreirädriges Modell mit einer zugelassenen Höchstgeschwindigkeit bis 45 Stundenkilometern handele. Ein solcher Roller hat anders als zunächst von dpa berichtet, nichts mit den seit wenigen Tagen zugelassenen Fahrzeugen zu tun, die man jetzt in vielen Städten mieten kann.

"Ein solcher Unfall hätte auch schon vor einem Jahr passieren können", sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Der Unfall hatte angesichts der Möglichkeit, es könne sich um einen der ersten folgenschweren Vorfälle seit Inkrafttreten der Verordnung Mitte Juni handeln, Schlagzeilen gemacht. Seitdem sind auf Radwegen oder notfalls Straßen E-Tretroller zugelassen, die zwischen 6 und 20 Kilometer pro Stunde schnell sind. Für diese Roller sind weder Helm noch Führerschein vorgeschrieben, anders als bei den schnelleren E-Scootern.

Bei dem Unfall am Sonntag in Bad Lippspringe bei Paderborn soll der 19-Jährige mit seinem Auto abgebogen sein und den 65 Jahre alten Fahrer des E-Scooters dadurch zu einer scharfen Bremsung gezwungen haben. Dann soll er davon gefahren sein. Die Ermittlungen zum Unfallhergang und zum Verdacht der Fahrerflucht dauerten am Dienstag weiter an, sagte der Polizeisprecher.

Tretroller-Verordnung im Bundesgesetzblatt

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