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Nordrhein-Westfalen Polizei stellt nach Einsatz keine Dienstverstöße fest

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

(Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild)

Gelsenkirchen (dpa/lnw) - Die Polizei in Gelsenkirchen hat sich nach einem im Internet viel kritisierten Einsatz hinter die beteiligten Kollegen gestellt: "Dienstrechtliche Verstöße der einschreitenden Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten wurden nicht festgestellt", hieß es am Dienstag in einer Mitteilung.

Auf Facebook hatte ein heimlich aufgenommenes Video des Polizeieinsatzes in einer Gelsenkirchener Wohnung für Aufsehen gesorgt. Von einem Polizisten waren Sätze wie "Ich will doch hier nicht so 'ne Scheiße diskutieren" und "Ihr geht mir voll auf den Sack" zu hören. Im Gegensatz zu den Bewohnern trugen die Polizisten in der Video-Sequenz keinen Mund-Nasen-Schutz.

Die Polizei hatte bereits am Montag betont, dass das Video nur "einen Teilausschnitt aus dem gesamten komplexen Einsatzgeschehen" zeige. So habe es bereits einen ersten Einsatz wegen Ruhestörung in der Wohnung gegeben, bei dem die Personen "teilweise uneinsichtig" gewesen seien. In der Folge sei es zu weiteren Anrufen wegen Ruhestörung und dem zweiten Einsatz gekommen, der teilweise im Internet zu sehen ist.

"Das Video wurde mit dem gesamten Einsatzgeschehen der beiden korrespondierenden Einsätze geprüft", so die Polizei am Dienstag. Auch was den fehlenden Mundschutz angeht, hätten die Beamten keinen Fehler gemacht: Polizisten unterliegen im Einsatz nicht der generellen Maskenpflicht. "Bezüglich des in Rede stehenden Videos haben die einschreitenden Polizeibeamten aufgrund des ersten Einsatzes in der Wohnung den Mund- und Nasenschutz aus einsatztaktischen Gründen beim Folgeeinsatz nicht angelegt."

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