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Nordrhein-Westfalen Prozess um Unfall bei Fuchsjagd: Gutachten soll klären

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in der Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Archivbild

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Mönchengladbach (dpa/lnw) - Im Prozess um einen bei einer Fuchsjagd angeschossenen Treiber soll nun ein Sachverständiger Klarheit über den Ursprung der fraglichen Schrotladung bringen. In dem Verfahren an der Zivilkammer des Landgerichts Mönchengladbach sei dazu ein Beweisbeschluss ergangen, teilte ein Sprecher am Donnerstag mit. Ein Sachverständiger werde mit einem Gutachten beauftragt. Es soll klären, ob wirklich der in dem Prozess beklagte Mann geschossen hat oder nicht. Wann wieder verhandelt wird, war zunächst unklar.

Die Klage geht auf einen Jagdunfall vor rund vier Jahren zurück. Nach damaligen Angaben der Polizei hatten Jäger ein Strohlager umstellt. Ein Schrotflinten-Schuss traf allerdings keinen Fuchs, sondern einen der Treiber. Vor Gericht verlangt dieser nun Schmerzensgeld und auch eine monatliche Schmerzensgeldrente von einem jungen Jäger, den er für den Schützen hält. Dieser wiederum behauptet aber, nicht er habe den Mann angeschossen, sondern ein anderer Jäger.

Die Staatsanwaltschaft hatte das damalige Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger gefährlicher Körperverletzung gegen den Beklagten eingestellt. Wer letztlich den Schuss abgegeben habe, könne nicht festgestellt werden, hieß es damals.

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