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Nordrhein-Westfalen Rabbiner berichtet von antisemitischem Vorfall: Ermittlungen

Das Blaulicht an einem Einsatzwagen der Polizei. Foto: H.- C. Dittrich/Archiv

(Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa)

Düsseldorf (dpa/lnw) - Rabbiner Chaim Barkahn ist in Düsseldorf nach eigener Aussage Opfer eines antisemitischen Vorfalls geworden. Er sei, als er mit der Kippa auf dem Kopf auf der Straße unterwegs gewesen sei, beleidigt und verfolgt worden, berichtete Barkahn am Dienstag auf Anfrage. Zuvor hatte er über den Vorfall auf Facebook geschrieben. Der Staatsschutz habe Ermittlungen aufgenommen, sagte ein Polizeisprecher. Der Rabbiner habe zwar noch keine Anzeige erstattet, die Polizei werde den Vorgang dennoch verfolgen.

"Gestern Abend bin ich zum ersten Mal als Jude in Düsseldorf bedroht worden", berichtete Barkahn. "Leider habe ich nun zum ersten Mal das Gefühl, als Jude nicht mehr sicher in Düsseldorf zu sein. Ich hoffe dennoch auf bessere Zeiten." Er sei seit 18 Jahren in Düsseldorf, und arbeite für die orthodoxe Gemeinde. Dies sei der erste Vorfall dieser Art, sagte Barkahn der dpa.

Er habe den Mann am Sonntagabend noch freundlich gegrüßt, als dieser ihm begegnet sei. Plötzlich habe der Mann ihn laut beleidigt und begonnen, ihn zu verfolgen. "Ich hatte das Gefühl, gleich passiert etwas. Er lief hinter mir her, ich lief schneller. Es war ein sehr, sehr schrecklicher Moment." Er sei schließlich in das Gemeindezentrum geflüchtet. Er habe bereits mit der Polizei telefoniert und einen Termin vereinbart, sagte er.

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