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Nordrhein-Westfalen Razzia gegen "Al-Salam 313": Festgenommener auf freiem Fuß

Polizeibeamte auf dem Weg zu einer Hausdurchsuchung in Essen. Foto: Stephan Witte/KDF-TV & Picture 2019

(Foto: Stephan Witte/KDF-TV & Picture 2019/dpa)

Sie sollen in Schleuser- und Waffengeschäfte verwickelt sein: Mit einer Razzia bei Mitgliedern der irakisch-syrischen Gruppe "Al-Salam-313" hat die Polizei Beweise sichergestellt. Von einem Schlag gegen die Organisierte Kriminalität spricht der Innenminister.

Essen (dpa/lnw) - Der bei der Großrazzia gegen die rockerähnliche Gruppierung "Al-Salam 313" am Mittwoch festgenommene Mann ist wieder auf freiem Fuß. Der Beschuldigte sei im Bereich Köln festgenommen worden, nachdem man Falschgeld bei ihm gefunden habe, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Essen am Donnerstag. Ein Haftbefehl sei aber nicht beantragt worden.

Mit 800 Kräften hatte die Polizei am Mittwoch 49 Wohnungen und Geschäftsräume von Mitgliedern und Sympathisanten der irakisch-syrischen "Al-Salam-313"-Organisation in zwölf Städten durchsucht. Schwerpunkte waren Essen, wo mehr als zehn Objekte durchsucht wurden, und der Bereich Köln, wo es rund zehn Objekte waren.

Die Aktion richtete sich gegen 34 Beschuldigte überwiegend aus dem Irak und Syrien. Unter den 34 Tatverdächtigen im Alter von 20 bis 64 Jahren ist auch eine Frau. Die Ermittler werfen ihnen vor, sich am illegalen Einschleusen von Menschen nach Deutschland beteiligt und mit Waffen, Drogen, gefälschten Ausweisen und Sprachzertifikaten gehandelt zu haben.

Bei den Durchsuchungen wurden Computer, Handys, Datenträger, Drogen, sowie Bar- und Falschgeld sichergestellt. "Die Auswertung der beschlagnahmten Gegenstände wird noch dauern", sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag.

PM der Polizei vom 22.5.

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