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Nordrhein-Westfalen Saniert für Jahrzehnte: Beethoven-Denkmal wieder auf Sockel

Das Beethoven-Denkmal wird zurück auf den Sockel gehoben.

(Foto: Rolf Vennenbernd/dpa)

Ein halbes Jahr lang fehlte die berühmte Beethoven-Statue in Bonn. Die Bronzeplastik war beim Restaurator. Die Rückkehr wird Mitte August gefeiert: Dann soll das Fest der Enthüllung im Jahr 1845 in historischen Kostümen nachgestellt werden.

Bonn (dpa/lnw) - Die Stadt Bonn hat ihren Ludwig van Beethoven wieder. Das historische Denkmal des in Bonn geborenen Komponisten (1770-1827) wurde am Dienstag wieder auf den Sockel gehievt. Die 3,4 Tonnen schwere Bronze-Plastik war zuvor ein halbes Jahr lang in einer Restauratoren-Werkstatt. Durch Umwelteinflüsse entstandene Korrosionsschäden wurden entfernt, die Oberfläche mit schützendem Wachs versiegelt. 1845 war die von dem Dresdner Professor Ernst Julius Hähnel geschaffene Skulptur eingeweiht worden.

Am Dienstag wurde zuerst der ebenfalls restaurierte Sockel auf dem Münsterplatz aufgestellt. Darauf kam die 3,40 Meter hohe Beethoven-Statue. Sie zeigt den Komponisten der 9. Sinfonie in langem Mantel, mit wallendem Haar und mit vergeistigtem Blick in die Ferne. Nachdem die meistfotografierte Sehenswürdigkeit von Bonn wieder aufgestellt ist, muss das Umfeld noch gerichtet werden: Die Beleuchtung und das Blumenbeet am Fuß des Denkmals fehlen noch.

Am 14. August soll in Bonn der 177. Jahrestag der feierlichen Einweihung des Denkmals begangen werden. Die Einweihung von 1845 soll mit historischen Kostümen nachgestellt werden. Seinerzeit hatten Bürger für das Denkmal gesammelt. Auch der Komponist und Pianist Franz Liszt hatte viel Geld gespendet. Zur Einweihung waren auch die britische Königin Victoria und ihr Gemahl Prinz Albert, König Friedrich Wilhelm IV., Erzherzog Friedrich von Österreich und der Forscher Alexander von Humboldt angereist.

Während der Sanierung der monumentalen Skulptur gab es einige Überraschungen. In den Falten des Mantels steckten zwei Geschoßteile. Restaurator Dirk Sturmfels entdeckte einige Löcher im Guss. Offenbar waren auch schon Menschen auf dem Monument herumgeklettert, und Sprayer hatten Farbe versprüht. Eine Frauenfigur vom Denkmalsockel hatte eine rote Nase, die im Zuge der Sanierungsarbeiten entfernt wurde.

Quelle: dpa

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