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Nordrhein-Westfalen Schauspielhaus Düsseldorf plant Klassiker in neuer Saison

Teile eines zerlegten Transport-Flugzeugs sind vor dem Schauspielhaus in Düsseldorf ausgestellt. Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild

(Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild)

Düsseldorf (dpa/lnw) - Nach monatelangem Corona-bedingten Stillstand Anfang des Jahres will das Schauspielhaus Düsseldorf ab September wieder durchstarten. Intendant Wilfried Schulz legte am Mittwoch Pläne mit zahlreichen Premieren für die neue Spielzeit 2021/22 vor.

"Die Umstände sind nach wie vor außergewöhnlich", sagte Schulz in Düsseldorf. Es sei schwer einzuschätzen, wie die Pandemie-Situation sich im Herbst entwickele. Aus Infektionsschutzgründen soll nur die Hälfte der Zuschauerplätze in den Theatersälen besetzt werden. In die neue Spielzeit würden einige Produktionen aufgenommen, die eigentlich schon in der ablaufenden Saison geplant waren und es bis zur Generalprobe geschafft hätten, sagte Schulz. Nur das Publikum habe diese Stücke infolge des Lockdowns noch nicht gesehen.

Eröffnet wird die Spielzeit am 9. September im großen Haus mit dem selten gespielten Tennessee Williams-Stück "Orpheus steigt herab" in der Regie von David Bösch. Auf dem Premieren-Programm stehen auch Klassiker wie "Die Nibelungen. Kriemhilds Rache" von Friedrich Hebbel (Regie Stephan Kimmig), Shakespeares "Macbeth" (Regie Evgeny Titov) und Lessings "Minna von Barnhelm" (Regie Andreas Kriegenburg).

Eine Sommerpause machen das von der Stadt Düsseldorf und dem Land getragene Schauspielhaus und das Junge Schauspiel nicht. Vielmehr sind auf dem Gustaf-Gründgens-Platz im August das Jugendstück "Der überaus starke Willibald" von Willi Fährmann sowie weitere Aufführungen der "Rheingold"-Adaption von Feridun Zaimoglu geplant.

Auch aus den Rassismus-Vorwürfen am Schauspielhaus will Intendant Schulz weitere Konsequenzen ziehen. Die Debatte werde die Arbeit des Theaters in den nächsten Monaten und Jahren mitbestimmen, sagte Schulz. Es sei eine Bewegung entstanden, die auch als eine Chance begriffen werden müsse.

Das Ensemble-Mitglied Ron Iyamu hatte öffentlich bekannt gemacht, am Schauspielhaus mehrfach Opfer von rassistischen Beleidigungen geworden zu sein. Auf seinen Wunsch hin wurde inzwischen ein Aufhebungsvertrag vereinbart.

© dpa-infocom, dpa:210623-99-109138/2

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