Regionalnachrichten

Nordrhein-Westfalen Seltene Fledermaustollwut in Minden nachgewiesen

Eine Fledermaus reißt ihr Maul auf. Foto: Holger Hollemann/dpa/Archivbild

(Foto: Holger Hollemann/dpa/Archivbild)

Minden (dpa/lnw) - Die seltene Fledermaustollwut ist bei einem Tier in Minden nachgewiesen worden. Die Fledermaus war geschwächt in eine Auffangstation gebracht worden, wie das Veterinäramt im Kreis Minden-Lübbecke am Dienstag mitteilte. Da sich das Tier aggressiv verhielt, wurde es eingeschläfert und zur Untersuchung nach Hannover verschickt. Experten entdeckten dort den auch in NRW sehr seltenen Tollwut-Erreger.

Fledermäuse sollten grundsätzlich nicht ohne feste Lederhandschuhe berührt werden, wie der Kreis warnte. Tollwutinfektionen seien auch für den Menschen gefährlich, Bissverletzungen müssten unbedingt verhindert werden. Wer eine tote Fledermaus finde, solle sich sofort mit dem Veterinäramt in Verbindung setzen.

Tollwut ist eine Viruserkrankung, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden kann. Zuletzt war die Tollwut in NRW bei einer Fledermaus im Herbst 2020 belegt worden - im Kreis Lippe. Im vergangenen Jahr waren bundesweit vier Fälle, 2019 neun Fälle registriert worden.

© dpa-infocom, dpa:210615-99-00763/2

Regionales
ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.