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Nordrhein-Westfalen Sieben Jahre Haft für IS-Terroristen: Urteil rechtskräftig

Eine Statue der Justitia steht mit Waage und Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

(Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild)

Düsseldorf (dpa/lnw) - Das Urteil von sieben Jahren Haft gegen einen tadschikischen IS-Terroristen ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) verwarf in Karlsruhe die Revision gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf, wie der BGH in einem am Mittwoch veröffentlichten Beschluss mitteilte.

Der 31-Jährige war laut Urteil als IS-Terrorist an Anschlagsplanungen beteiligt. Geplant war demnach die Ermordung eines Islamkritikers in Neuss bei Düsseldorf. Dessen Auftritt auf dem Youtube-Kanal "Ex-Muslime klären auf" hatte den Hass der Dschihadisten geschürt.

Für die geplante Tat hatte der 31-Jährige eine halbautomatische Waffe samt Schalldämpfer unter dem Bett in seiner Wohnung in Wuppertal aufbewahrt. Nach der Ermordung sollte die Leiche gefilmt und im Internet mit einem Bekennervideo des IS oder einer Foto-Collage zur Schau gestellt werden.

Der Islamkritiker hatte im April 2020 auf Youtube berichtet, dass ein weiterer Mordanschlag auf ihn gescheitert sei. "Diese Geisteskranken hatten sich sogar schon Waffen besorgt", berichtete er. "Um Haaresbreite hätten sie es geschafft."

Die Bundesanwaltschaft hatte achteinhalb Jahre Haft für den 31-Jährigen beantragt. Der Prozess gegen seine mutmaßlichen Komplizen dauert in Düsseldorf noch an.

© dpa-infocom, dpa:211110-99-942224/2

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