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Nordrhein-Westfalen Statistiker: Altersarmut in NRW stark gestiegen

Eine 83-jährige Frau hält verschiedene Euromünzen in der Hand. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Illustration

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Wiesbaden (dpa/lnw) - In Nordrhein-Westfalen ist das Armutsrisiko für ältere Menschen in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, kletterte für die Generation 65 plus die Armutsgefährdungsquote im bevölkerungsreichsten Bundesland von 2005 bis 2019 um 7,1 Punkte auf 16,8 Prozent. Damit war zuletzt jeder Sechste über 64-Jährige in NRW von Armut bedroht. Bundesweit lag der Anteil etwas niedriger bei 15,7 Prozent. In keiner anderen Altersgruppe sei der Anstieg in Deutschland so stark ausgefallen, berichtete das Statistische Bundesamt zum "Internationalen Tag der älteren Menschen" an diesem Donnerstag.

Wer im Alter seinen Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten kann, erhält die sogenannte Grundsicherung im Alter. Unter den westlichen Flächenländern sei NRW dabei Ende 2019 auf den höchsten Anteil gekommen - 4,3 Prozent in der Altersgruppe 65 Plus waren auf Grundsicherung angewiesen. Zum Vergleich: Am niedrigsten fiel der Anteil in Baden-Württemberg mit 2,5 Prozent aus.

Armut wird in der Bundesrepublik über das Haushaltseinkommen und die daraus folgenden Möglichkeiten an gesellschaftlicher Teilhabe definiert. Die Armutsgefährdungsquote gibt den Anteil der Bevölkerung an, der mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens auskommen muss. Bei einem Ein-Personen-Haushalt lag diese Grenze 2019 bei 1074 Euro im Monat.

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