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Nordrhein-Westfalen Tod eines Obdachlosen: Angeklagte geben Schläge zu

Außenaufnahme des Landgerichts Mönchengladbach.

(Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild)

Mönchengladbach (dpa/lnw) - Zu Beginn des Prozesses um den gewaltsamen Tod eines Obdachlosen in Mönchengladbach haben die beiden Angeklagten am Dienstag Teilgeständnisse abgelegt. Die beiden 38 Jahre alten Männer gaben vor dem Landgericht zu, jeder von ihnen habe den Mann in der Nacht zum 23. September mehrfach geschlagen. Sie hätten ihn aber nicht töten wollen. Das Opfer sei noch auf den Beinen gewesen, betonte einer. "Ich glaube nicht, dass er an den Schlägen gestorben ist."

Laut Anklage wurde der Obdachlose im Schlaf überrascht, aus seinem VW-Bus herausgezogen und von den Männern, die ebenfalls der Obdachlosen-Szene angehören, mit Tritten und Schlägen so schwer verletzt, dass er einen Tag später starb. Nach Überzeugung der Anklage begingen die beiden aus Polen stammenden Männer die Tat gemeinschaftlich und unter Ausnutzung der Arg- und Wehrlosigkeit des Landsmannes.

Die Anklage geht von einem Streit zwischen den Beteiligten aus. Ein Zeuge aus der Obdachlosenszene hatte ausgesagt, das Opfer hätte den beiden Männern Geld geschuldet. Die Angeklagten gaben am Dienstag an, sie könnten sich nicht mehr erinnern. Sie hätten an dem Tag unter Drogen- und Alkoholeinfluss gestanden. "Zwei Gramm Koks, Amphetamine und zwei große Flaschen Wodka", will einer von ihnen konsumiert haben. Am Dienstag hatte das Gericht die Anhörung von zehn Zeugen geplant, jedoch war am Nachmittag nur einer gekommen.

Nach den beiden tatverdächtigen Männern war mit einem internationalen Haftbefehl gesucht worden. Der eine war in Rotterdam, der andere in Polen festgenommen worden. Bis September sind drei weitere Verhandlungstage geplant.

Quelle: dpa

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