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Nordrhein-Westfalen Trotz Dürre im zweiten Jahr immer genug Wasser in der Ruhr

An der Ruhraue Kettwig fließt die Ruhr gemächlich vorbei. Foto: Roland Weihrauch

(Foto: Roland Weihrauch/dpa)

Essen (dpa/lnw) - Trotz der bereits im zweiten Jahr anhaltenden Trockenheit ist das Ruhrgebiet von Wasserknappheit verschont geblieben. Die acht Talsperren des Ruhrverbandes hätten dafür gesorgt, dass stets genügend Wasser in der Ruhr vorhanden gewesen sei. Das geht aus dem am Mittwoch in Essen vorgestellten Ruhrgütebericht 2018 hervor. Die Wasserqualität von Ruhr und Lenne bezeichnete der Verband als immer gut.

Seit April dieses Jahres musste allerdings an 119 Tagen Wasser aus den Stauseen zugeschossen werden, um den Mindestabfluss an der Ruhr beim Pegel in Schwerte zu gewährleisten, hieß es auch. Das sei überdurchschnittlich viel, sagte ein Sprecher. Trotz Dürre gab es den Messergebnissen zufolge keine Einschränkungen bei den Wasserentnahmen und keine ökologischen Probleme. Die Sauerstoffkonzentration sei ausreichend gewesen, die Grenzwerte bei Belastungen durch organische Kohlenstoffe, Stickstoff und Phosphor seien eingehalten worden.

Zudem wurde das Ruhrwasser auf 430 organische Spurenstoffe untersucht, die zum Teil schwer abbaubar sind. Dazu zählen Industriechemikalien, Pestizide und Medikamente. Für die meisten Stoffe wurden die Orientierungs- bzw. Grenzwerte eingehalten.

Im Zuge einer "Wasserwende" geben die Wasserversorger dem Trinkwasser aus dem Hahn den Vorzug vor Flaschenwasser. Die deutsche Trinkwasserverordnung setze die schärfsten Standards für Trinkwasser weltweit. Wasser aus dem Hahn schone das Klima und vermeide Plastikmüll. Gefördert werden "Trink-Orte" und "Refill-Stationen".

Der Ruhrgütebericht wird jährlich von der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke an der Ruhr (AWWR) und dem Ruhrverband erstellt.

Stiftung für Leitungswasser a tip: tap e.V.

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