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Nordrhein-Westfalen Überdosis auf der Coronastation: Arzt erneut verurteilt

Blick auf den Haupteingang zum Landgericht Essen.

(Foto: picture alliance/dpa/Archivbild)

Ein Arzt aus Essen soll zwei sterbenden Corona-Patienten eine Überdosis gespritzt haben. Das Essener Landgericht verurteilte ihn. Und das nicht zum ersten Mal.

Essen (dpa/lnw) - Das Essener Landgericht hat am Mittwoch einen Arzt wegen versuchten Totschlags zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Der Mediziner soll im Jahr 2020 zwei Corona-Patienten, die bereits im Sterben lagen, jeweils eine Überdosis von sedierenden und schmerzstillenden Medikamenten verabreicht haben. Da der Tod der beiden Männer aus Sicht der Richter aber auf jeden Fall eingetreten wäre, erkannten sie kein vollendetes Tötungsdelikt. Der Angeklagte hatte im Prozess zu den Vorwürfen geschwiegen.

Derselbe Arzt war bereits im November 2021 vom Essener Landgericht wegen Totschlags ebenfalls zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. In dem damaligen Prozess ging es um den Fall eines niederländischen Corona-Patienten, dem der Mediziner eine Überdosis Kaliumchlorid verabreicht haben soll, um ihn von seinem Leiden zu erlösen.

Beide Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Erst nach der Rechtskraft kann ein Gericht aus den Einzelstrafen noch eine Gesamtstrafe bilden.

Quelle: dpa

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