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Nordrhein-Westfalen Urteil im Dreifachmord von Hille erwartet

Eine Bronzestatue der römischen Göttin der Gerechtigkeit, Justitia. Foto: Arne Dedert/Archivbild

(Foto: Arne Dedert/dpa)

Nach zehn Monaten Verhandlung fällt nun das Urteil im Prozess um den Dreifachmord von Hille. Zwei Männer stehen in Bielefeld vor Gericht. Dort waren grausame Details bekanntgeworden.

Bielefeld (dpa/lnw) - Im Prozess um den mutmaßlichen Dreifachmord von Hille verkündet das Landgericht Bielefeld heute sein Urteil gegen die zwei Angeklagten. Die beiden sollen aus Habgier gemeinschaftlich drei Männer brutal getötet und auf zwei Höfen im ostwestfälischen Hille verscharrt haben. Der heute 53-jährige Jörg W. und sein Ziehsohn Kevin R. (25) bezichtigen sich gegenseitig der Taten. Die Staatsanwaltschaft fordert Lebenslang für beide Angeklagte und eine Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Damit wäre eine Haftentlassung nach 15 Jahren so gut wie ausgeschlossen. Für den Älteren hält die Anklage zudem Sicherungsverwahrung für geboten.

In dem vor zehn Monaten begonnenen Strafverfahren gegen die beiden Deutschen waren grausame Details zur Sprache gekommen. Die Leichen der übel zugerichteten Opfer hatten Ermittler im Frühjahr 2018 ausgegraben. Der Fall kam ans Licht, weil intensiv nach einem vermisst gemeldeten 30-Jährigen aus dem niedersächsischen Stadthagen gesucht worden war. Bei den beiden anderen Getöteten handelt es sich um einen früheren Nachbarn (72) der Angeklagten und einen Hilfsarbeiter (64).

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