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Nordrhein-Westfalen Vater lebensgefährlich verletzt: Psychiatrie angeordnet

Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild

(Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild)

Ein Mann verletzt seinen Vater mit einem Messer. Er leidet unter schweren Wahnvorstellungen und gilt als schuldunfähig. Das Gericht kommt zu einer Entscheidung.

Dortmund (dpa/lnw) - Nach einer lebensgefährlichen Messerattacke auf seinen Vater hat das Dortmunder Schwurgericht einen psychisch kranken Mann aus Castrop-Rauxel in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen. Der 30-jährige Deutsche leidet an schweren Wahnvorstellungen und gilt daher als schuldunfähig. Er müsse zum Schutz der Allgemeinheit zeitlich unbefristet untergebracht werden, urteilten die Richter am Mittwoch. Ohne medikamentöse Behandlung in einem geschlossenen Krankenhaus bestünde eine erhebliche Wiederholungsgefahr.

Der Vater des Beschuldigten hatte bei dem Angriff am Abend des 10. Oktober 2019 schwere innere Verletzungen erlitten. Eine Notoperation rettete sein Leben. Auch die Mutter und der jüngere Bruder wurden verletzt, ehe die Polizei den Angreifer überwältigen konnte. Der Beschuldigte hat das Urteil akzeptiert und auf Revision verzichtet.

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