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Nordrhein-Westfalen Verband: Niedrige Wasserstände für Fische gefährlich

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Steinfurt (dpa/lnw) - Angesichts niedriger Wasserstände in vielen Flüssen und Seen in Westfalen sorgt sich der Landesfischereiverband um die Fischbestände. "Die Situation für Fische und andere Wasserbewohner ist lebensbedrohlich", teilte der Fischereiverband Westfalen und Lippe am Donnerstag mit. Durch die Hitze und die geringe Strömungsgeschwindigkeit wärme sich das Wasser stark auf und könne nur noch wenig Sauerstoff aufnehmen. Einige Gewässer im Münsterland seien nur noch ein Rinnsaal oder an einigen Abschnitten bereits trocken gefallen. Damit sich die Situation nicht weiter zuspitze, müssten die Behörden anordnen, kein Wasser mehr aus den Flüssen abzuschöpfen, etwa um Felder oder Privatgärten zu gießen.

So wie im Kreis Steinfurt: Dort hat laut Mitteilung vom Donnerstag die zuständige Untere Wasserbehörde wegen der "extrem niedrigen Wasserstände" verboten, Wasser aus Bächen, Flüssen oder Gräben zu entnehmen. Bisher seien vor allem kleinere Gewässer und die Oberläufe von Trockenheit betroffen, aber auch anderswo würden mittlerweile Pegelstände erreicht, die die ökologische Funktion der Gewässer gefährdeten, hieß es.

Das Umweltministerium stellte zugleich klar, dass die Trinkwasserversorgung auch an heißen Tagen gesichert sei - trotz erhöhtem Wasserbedarf und noch nicht wieder voll aufgefüllter Grundwasserkörper. Allerdings seien die Menschen aufgefordert, sorgsam und sparsam mit den Wasservorräten umzugehen. So haben einige Kommunen nach Ministeriumsangaben dazu aufgefordert, auf Rasensprenger, Hochdruckreiniger oder das Befüllen von Schwimmbecken zu verzichten. Im Kreis Gütersloh hatte zeitweise ein Freibad geschlossen, weil eine Filterreinigung zu viel Wasser benötigt hätte.

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