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Nordrhein-Westfalen Weiter hohe Ansteckungsraten in Hamm und Remscheid

Eine Laborantin sortiert Proben. Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild

(Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild)

Remscheid (dpa/lnw) - In der von Corona-Neuinfektionen zuletzt stark betroffenen Stadt Remscheid sind seit Mittwoch zehn Bundeswehr-Soldaten im Einsatz. Sie helfen bei der Kontaktnachverfolgung und unterstützen die Gesundheitsbehörden bei den Corona-Tests, sagte eine Sprecherin. Die Helfer waren angefordert worden, weil das Gesundheitsamt angesichts der hohen Zahl an Infizierten und Verdachtsfällen an seine Grenzen gekommen war. Aktuell sind 118 Menschen infiziert, weitere 827 vorsorglich in Quarantäne. Am Mittwoch vermeldete das Robert Koch-Institut für die Stadt im Bergischen Land mit 9 Neuinfektionen einen vergleichsweise geringen Wert: Die wichtige Kennziffer von Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner ging etwas zurück auf 57,7, das ist der zweithöchste Wert in NRW.

In Hamm, weiterhin die Stadt mit dem höchsten Neuinfektionswert bundesweit, bleibt die Entwicklung von Tag zu Tag wechselhaft, wie ein Sprecher sagte. So wurden am Mittwoch binnen eines Tages 37 Neuinfektionen gemeldet. Die Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner liegen bei 92,7 und damit immer noch weit über dem Infektionsgeschehen in anderen Städten. In der Spitze hatte der Wert bei 112 gelegen. Bis mindestens Montag gelten dort daher seit vergangener Woche verschärfte Corona-Regelungen. Eine Hochzeitsfeier gilt als Auslöser des Ausbruchs. Inzwischen stellte die Stadt 200 Coronainfektionen in Zusammenhang mit der Veranstaltung fest.

Mit den Folgen einer Familienfeier kämpft auch Bielefeld weiterhin: 57 positiv Getestete gehen nach Angaben der Stadt von Mittwoch auf das Geburtstagsfest mit nur rund 30 Gästen zurück. 950 Schüler und Lehrkräfte kamen in Quarantäne. Infizierte gibt es an zwölf Schulen. Gemessen an der Einwohnerzahl ist die Neuinfektionsrate aber in Bielefeld noch deutlich unterhalb der Schwelle, bei der eine Verschärfung der Maßnahmen droht: Sie lag am Mittwoch bei 27,6 Neuinfizierten pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

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