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Rheinland-Pfalz & Saarland 36 Abgeordnete ziehen nach Berlin: SPD vorn

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Die SPD liegt bei der Bundestagswahl in den Städten und Kreisen deutlich vor der CDU. Die Grünen holen in der Landeshauptstadt die meisten Zweitstimmen.

Bad Ems/Mainz (dpa/lrs) - Im neuen Bundestag sitzen 36 Abgeordnete aus Rheinland-Pfalz - einer weniger als bisher. Die SPD stellt künftig zwölf statt bisher neun Abgeordnete, wie aus den vorläufigen Ergebnissen des Landeswahlleiters hervorgeht. Darunter sind acht Direktmandate - sieben mehr als 2017. Die CDU entsendet nur noch neun Abgeordneten nach Berlin (bisher 14), sieben per Direktmandat. Für die FDP gehen fünf Abgeordnete in den neuen Bundestag, ebenso für die Grünen. Die AfD in Rheinland-Pfalz kommt auf vier Mandatsträger, die Linke auf einen.

Die SPD ist nach der Analyse des Bundeswahlleiters sowohl in den kreisfreien Städten (27,9 Prozent der gültigen Zweitstimmen) als auch in den Landkreisen (29,8 Prozent) mit deutlichem Abstand stärkste Kraft. Gegenüber 2017 verstärkte sie ihr Zweitstimmenergebnis in den kreisfreien Städten um 4,4 Prozentpunkte, in den Landkreisen sogar um 5,5 Punkte. Noch höher fällt der Zuwachs der Grünen in den kreisfreien Städten aus (plus 7,7 Punkte) aus. In den Kreisen gewinnen sie 4,2 Prozentpunkte dazu. Damit rücken sie in den kreisfreien Städten nahe an das Zweitstimmenergebnis der CDU heran, bleiben aber in den Kreisen deutlich hinter den Christdemokraten zurück.

Die SPD wird in elf der zwölf kreisfreien Städte und in 19 der 24 Landkreise stärkste Partei. Die CDU gewinnt fünf Landkreise. Die Grünen erzielen in der Landeshauptstadt Mainz das beste Zweitstimmenergebnis mit 27,5 Prozent. Das Direktmandat im gesamten Wahlkreis Mainz gewinnt die SPD mit Daniel Baldy von der CDU. Die Grünen erreichen auch in Landau und Trier Stimmenanteile von mehr als 20 Prozent und werden dort jeweils zweitstärkste Kraft. Ihr schlechtestes Ergebnis erzielen sie in Pirmasens.

Die Erststimmenanteile der SPD liegen auf einem ähnlichen Niveau wie die der Zweitstimmen. Sie reichen von 22,9 Prozent in Mainz bis 36,1 Prozent im Landkreis Kusel. Die Spannweite der CDU-Ergebnisse ist bei den Erststimmen deutlich größer als bei den Zweitstimmen. Die Anteile der Erststimmen liegen zwischen 20,2 Prozent in der Stadt Kaiserslautern und 39,2 Prozent im Eifelkreis Bitburg-Prüm.

Die CDU-Landesvorsitzende und Spitzenkandidatin Julia Klöckner hat sich enttäuscht über das schlechte Abschneiden ihrer Partei bei der Bundestagswahl gezeigt. "An dem Ergebnis gibt es nichts schönzureden. Die Verluste schmerzen sehr", sagte sie laut Mitteilung. Der Bundestrend habe sich massiv auch auf die Wahlkreisergebnisse in Rheinland-Pfalz ausgewirkt, sagte sie. Die Bundesagrarministerin unterlag in ihrem Wahlkreis Kreuznach ihrem SPD-Kontrahenten Joe Weingarten, zieht aber über die Landesliste ihrer Partei in den Bundestag ein.

© dpa-infocom, dpa:210927-99-381553/2

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