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Rheinland-Pfalz & Saarland 600 Namen auf Drohlisten: Keine konkrete Gefährdung

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD). Foto: Andreas Arnold/Archivbild

(Foto: Andreas Arnold/dpa)

Mainz (dpa/lrs) - Auf den sogenannten Drohlisten stehen rund 600 Namen aus Rheinland-Pfalz. Das Innenministerium in Mainz bestätigte am Dienstag einen entsprechenden SWR-Bericht. Es gebe aber keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdung. Die Betroffenen sollen jetzt von der Polizei angeschrieben werden. Sie bekämen auch eine Telefonnummer, bei der sie sich melden könnten, wenn sie sich Sorgen machten.

Ein großer Teil der Daten gehe auf eine unstrukturierte 25 000 Adressen umfassende Kundenliste eines Online-Shops zurück, die schon vor längerer Zeit gehackt worden war, sagte ein Ministeriumssprecher.

Das Ministerium hatte am Montag in Anschluss an eine Telefonkonferenz der Innenminister, des Bundesinnenministeriums und des Bundeskriminalamts mitgeteilt, dass die Menschen in Rheinland-Pfalz jetzt informiert würden.

Zuletzt waren mehrere Listen bekannt geworden, die rechten Extremisten zugeschrieben werden und Namen und Informationen über politisch Andersdenkende enthalten. "Wir haben in der von mir initiierten Gesprächsrunde die Situation neu bewertet und Rheinland-Pfalz hat daraus den Schluss gezogen, gleichwohl alle Betroffenen zu informieren", hatte Innenminister Roger Lewentz (SPD) gesagt.

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