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Rheinland-Pfalz & Saarland Angeblicher Missbrauchsfall: Ermittler im Netz angegangen

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Koblenz (dpa/lrs) - Nach Einstellung der Ermittlungen in einem angeblichen Missbrauchsfall in Koblenz kursieren im Netz zahlreiche Anschuldigungen gegen die Ermittler. Selbstverständlich sei es zu respektieren, wenn die Entscheidungen der Staatsanwaltschaft kritisch aufgenommen werden, teilte die Behörde am Donnerstag mit. Es sei aber nicht hinnehmbar, wenn die Äußerungen strafbare Inhalte wie Beleidigungen, üble Nachreden, Verleumdungen oder Bedrohungen enthalten oder zu Straftaten aufrufen.

Die Staatsanwaltschaft hatte am Montag ein Verfahren wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs in einer Koblenzer Kita eingestellt. Die Eltern eines vier Jahre alten Mädchens hatten zuvor Anzeige erstattet. Das Kind habe ihnen erzählt, dass es in der Einrichtung gebadet und später von einem Erzieher missbraucht worden sei. Die Ermittlungen ergaben jedoch keine Hinweise darauf, dass sich die Tat tatsächlich ereignet hat. In einem anderen Fall dauern die Ermittlungen laut Staatsanwaltschaft noch an.

Im Anschluss machten Nutzer in den sozialen Medien den Ermittlern schwere Vorwürfe. Diese reichen nach Angaben der Polizei von falschen, unterbliebenen sowie unsachgemäßen Ermittlungen bis hin zu einer rassistischen Motivation der ermittelnden Beamten. Dies entbehre "jeglicher Grundlage". Die Staatsanwaltschaft prüft die Inhalte derzeit auf ihre Strafbarkeit.

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