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Rheinland-Pfalz & Saarland Arbeitslosigkeit nimmt zu: Aber viele freie Stellen gemeldet

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(Foto: Peter Steffen/dpa-tmn/Symbolbild)

Vom rheinland-pfälzischen Arbeitsmarkt kommen gemischte Signale. Die Erfassung ukrainischer Flüchtlinge macht sich in einem Anstieg der Arbeitslosenzahl bemerkbar. Doch es gibt auch zahlreiche offene Stellen und unbesetzte Ausbildungsplätze.

Mainz (dpa/lrs) - Die Arbeitslosenzahl in Rheinland-Pfalz ist nach einem mehrmonatigen Rückgang im Juni wegen der Erfassung ukrainischer Flüchtlinge wieder gestiegen. Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte, waren im Juni 100 400 Frauen und Männer arbeitslos. Das waren 5000 Personen oder 5,2 Prozent mehr als im Mai, aber 12 800 Menschen oder 11,3 Prozent weniger als im Juni 2021. Die Arbeitslosenquote lag im Juni bei 4,5 Prozent. Im Mai betrug sie 4,2 Prozent und vor einem Jahr 5,0 Prozent. Stichtag der Erhebung war der 13. Juni.

Heidrun Schulz, Chefin der Regionaldirektion, wies darauf hin, dass die Jobcenter seit einem Monat auch für Leistungsberechtigte aus der Ukraine zuständig sind. "Dadurch nimmt die Zahl ukrainischer Arbeitsloser zu", sagte sie. Die Flüchtlinge hätten in den Jobcentern neben den finanziellen Leistungen auch Zugang zu Beratung und zu Integrations- und Sprachkursen. "Für einige werden sich daraus kurzfristig, für viele mittelfristig neue Chancen an unserem Arbeitsmarkt ergeben", sagte Schulz. Im Juni waren gut 5800 Menschen aus der Ukraine als arbeitslos registriert.

Auf der anderen Seite seien "so viele freie Stellen auf allen Ebenen gemeldet wie seit vielen Jahren nicht mehr, vom Helfer- bis zum Fachkräfteniveau", erklärte Schulz. So wurden im Juni 46 900 offene Arbeitsstellen registriert, 200 oder 0,5 Prozent mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat bedeutet das ein Plus von 10 000 Stellen oder 27,8 Prozent. Bei den Anzeigen auf Kurzarbeit wurde ein Rückgang verzeichnet.

Seit Oktober 2021 wurden den Agenturen für Arbeit und Jobcentern in den gemeinsamen Einrichtungen 24 100 Ausbildungsstellen gemeldet. Dies sind 1100 Stellen oder 4,8 Prozent mehr als zwölf Monate zuvor. Derzeit sind noch 12 900 Ausbildungsstellen zu besetzen, 2100 oder 19,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Quelle: dpa

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