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Rheinland-Pfalz & Saarland Auswirkungen von Orkantief "Zeynep" vergleichsweise gering

Ein Windsack weht im Wind.

(Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dp)

Trotz Windgeschwindigkeiten von knapp 140 Stundenkilometern - Rheinland-Pfalz und das Saarland überstehen die Sturmnacht weitgehend glimpflich.

Mainz/Offenbach (dpa/lrs) - Orkantief "Zeynep" hat in Rheinland-Pfalz und dem Saarland seine Spuren hinterlassen - doch beide Länder haben die Sturmnacht vergleichsweise glimpflich überstanden. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vom Samstag sorgten das Tief und eine vorausziehende Kaltfront vor allem in der Pfalz für Orkanböen.

Im Weinbiet bei Neustadt an der Weinstraße wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 139 Stundenkilometer gemessen. Bei Dörrmoschel in der Nordpfalz registrierte der DWD eine Böe mit einer Geschwindigkeit von 109 Stundenkilometern. Ab 118 Stundenkilometer sprechen Meteorologen von einer Orkanböe.

Die Feuerwehr der Landeshauptstadt Mainz meldete am Samstag rund 60 Einsätze wegen des Sturms. In den meisten Fällen mussten die Feuerwehrleute ausrücken, um herabgefallene Äste und Dachteile oder umgeknickte Bäume zu beseitigen. "Im Vergleich zu den Gebieten im Norden Deutschlands ist Rheinhessen sehr glimpflich davon gekommen", sagte ein Feuerwehrsprecher.

Bei auf einer Bundesstraße im Nordosten der Pfalz wurde nach Angaben der Polizei in Frankenthal ein Auto durch einen umgefallenen Baum beschädigt. In Kusel fiel ein Ziegelstein auf ein geparktes Fahrzeug. Umgestürzte Bäume wurden der örtlichen Polizei auch auf mehreren Land- und Kreisstraßen gemeldet.

Im Landkreis Ahrweiler wurden ein Traktorfahrer und seine Beifahrerin auf der Bundesstraße 267 bei Dernau leicht verletzt, als durch Sturmböen ein zunächst unbekannter Gegenstand gegen die Frontscheibe schlug. Die Scheibe splitterte und durch die herumfliegenden Splitter wurden der 72 Jahre alte Mann und die 37 Jahre alte Frau leicht verletzt, wie die Polizeiinspektion Bad Neuenahr-Ahrweiler bereits am Freitag mitteilte.

Für das Dienstgebiet des Polizeipräsidiums Trier sagte ein Sprecher, es seien "jede Menge Bäume" umgestürzt. In der Eifel fiel bei Daun ein Baum auf das Auto eines Mannes; der 57 Jahre alte Fahrer blieb unverletzt. Auch im Hochwald und an der Mosel seien Bäume umgestürzt, sagte der Sprecher. Von großen Schäden war zunächst nichts bekannt.

In der Pfalz, sagte ein Sprecher der Polizei in Kaiserslautern, habe es zunächst keine größeren Sachschäden in dem Gebiet gegeben. Ein Baum sei auf einen Strommast und ein Verkehrsschild gegen ein Auto gefallen. Des Weiteren seien durch den Sturm Bäume umgestürzt. In Neustadt an der Weinstraße beschädigte der Sturm eine Corona-Teststation.

Im Landkreis Neuwied sprachen die Behörden am Abend von mehr als 50 Einsätzen für Feuerwehren, Polizei und Rettungsdienst. Insbesondere handelte es sich um umgestürzte Bäume, teilweise mit Schäden an Fahrzeugen oder Gebäuden.

Quelle: dpa

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