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Rheinland-Pfalz & Saarland BASF streicht bis zu 2000 weitere Stellen

Industrieanlagen des Chemiekonzerns BASF stehen am Rheinufer auf dem Werksgelände. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild

(Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild)

Bei der BASF fallen zahlreiche weitere Jobs weg. Diesmal trifft es eine Dienstleistungseinheit, die erst zu Jahresbeginn neu zusammengestellt worden ist.

Ludwigshafen (dpa/lrs) - Die BASF streicht in ihrer Dienstleistungseinheit "Global Business Services" weltweit bis zu 2000 Stellen. Diese sollen bis Ende des Jahres 2022 abgebaut sein, wie der Chemiekonzern am Dienstag in Ludwigshafen mitteilte. Das Unternehmen machte keine Angaben dazu, wo genau die Jobs wegfallen werden. Insgesamt hat die BASF derzeit mehr als 117 000 Mitarbeiter weltweit.

Das Netzwerk "Global Business Services" erbringt Dienstleistungen für einzelnen Unternehmensbereiche der BASF. Das Spektrum reicht nach Angaben des Unternehmens von finanzwirtschaftlichen oder logistischen Prozessen bis hin zu Personal, Gesundheit oder Sicherheit. Die Einheit war erst Anfang des Jahres mit bis zu 8400 Mitarbeitern entstanden. Unter anderem mit den Stellenstreichungen will der Konzern in diesem Bereich ab dem Jahr 2023 mehr als 200 Millionen Euro jährlich einsparen.

Künftig sollen mehr Dienstleistungen als bisher in Zentren gebündelt werden. "Details der geplanten Neuausrichtung werden in den kommenden Monaten erarbeitet", teilte die BASF mit.

Das Unternehmen hatte bereits im November 2018 einen größeren Stellenabbau im Zuge einer Neustrukturierung angekündigt. Im Juni 2019 wurden die Pläne präzisiert. So sollten bis Ende 2020 insgesamt 6000 Stellen wegfallen, ungefähr die Hälfte davon am Heimatstandort Ludwigshafen. Dabei will das Unternehmen ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen. In der Zahl von 6000 Stellen sind die Jobstreichungen bei "Global Business Services" aber noch nicht enthalten.

BASF will mit dem Programm seine Organisationsstrukturen verschlanken, unter anderem in der Verwaltung. Die Corona-Krise und eine schwache Nachfrage der Autoindustrie hatten zuletzt die Geschäfte des Chemiekonzerns belastet. Angesichts der anhaltend hohen Unsicherheit der wirtschaftlichen Entwicklung hat BASF bislang keine Ziele für das Gesamtjahr 2020 ausgegeben.

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