Regionalnachrichten

Rheinland-Pfalz & Saarland Bundestagswahl im Saarland: 780.000 dürfen wählen

Eine Frau gibt in einem Wahllokal ihren Stimmzettel für die Bundestagswahl ab. Foto: Federico Gambarini/dpa/Symbolbild

(Foto: Federico Gambarini/dpa/Symbolbild)

Die CDU ist nicht nur im saarländischen Landtag stärkste Kraft - sie hat auch die Bundestagswahlen im Saarland 2013 und 2017 gewonnen. Am Sonntag werden die Karten neu gemischt. Es wird ein langer Abend.

Saarbrücken (dpa/lrs) - Rund 780.000 Saarländer sind an diesem Sonntag (ab 8.00 Uhr) zur Wahl des neuen Bundestags aufgerufen. Im kleinsten Flächenland der Republik schicken insgesamt 15 Parteien und Wählergruppen ihre Kandidaten auf Landeslisten ins Rennen. Bei den letzten beiden Bundestagswahlen (2013 und 2017) hatte im Saarland die CDU die meisten Zweitstimmen bekommen.

Laut Landeswahlleitung kandidieren auf saarländischen Kreiswahlvorschlägen und Landeslisten insgesamt 131 Bewerberinnen und Bewerber. Am Sonntag werden 1000 bis 1200 Urnen- und Briefwahllokale geöffnet sein. Ungefähr 10.000 Wahlhelfer seien dann im Einsatz, sagte ein Sprecher in Saarbrücken.

Zwei Wahlkreise stehen wegen prominenten Kandidaten besonders im Fokus: Der Wahlkreis Saarlouis - in dem als einzigen bundesweit zwei Bundesminister gegeneinander antreten: Außenminister Heiko Maas (SPD) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Und im Wahlkreis Saarbrücken will Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer das Direktmandat für die CDU zurückerobern, nachdem dieses 2017 an die SPD gegangen war.

Derzeit sitzen zehn saarländische Abgeordnete im Bundestag, drei von der CDU, drei von der SPD und je einer von Linke, AfD, FDP und Grünen. Die Grünen treten dieses Mal nach einem innerparteilichen Streit mit keiner Landesliste an, sondern schicken nur Direktkandidaten ins Rennen.

2017 kam die CDU auf 32,4 Prozent, die SPD auf 27,1 Prozent der Zweitstimmen. Die Linke landete bei 12,9 Prozent vor der AfD (10,1), der FDP (7,6) und den Grünen (6,0). Die Wahlbeteiligung lag bei 76,6 Prozent. Im Saarland gibt es zur Bundestagswahl vier Wahlkreise: Saarbrücken, Saarlouis, St. Wendel und Homburg.

Das vorläufige amtliche Wahlergebnis wird im Verlauf der Wahlnacht erwartet. Eine Schätzung der Uhrzeit ist laut Landeswahlleitung nicht möglich. Bei der Ergebnisermittlung könne es infolge der hohen Briefwahlbeteiligung und wegen der Pandemiebedingungen zu Verzögerungen bei der Auszählung der Stimmen kommen.

Zudem müsse damit gerechnet werden, dass für sehr kleine Wahlbezirke (unter 50 Wähler) die Auszählung durch größere Wahlbezirke erfolge - und es durch den Transport der Wahlurne auch zu zeitlichen Verzögerungen kommen könnte. "Aus diesem Grund wird um Verständnis und Geduld gebeten", teilte die Landeswahlleitung mit.

© dpa-infocom, dpa:210925-99-357508/3

Regionales
ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.