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Rheinland-Pfalz & Saarland Busverkehr im Norden und Westen durch Warnstreik lahmgelegt

Ein Streikender trägt eine Warnweste mit dem Verdi-Logo und eine rote Trillerpfeife. Foto: Christophe Gateau/Archivbild

(Foto: Christophe Gateau/dpa)

Stillstand im Busverkehr im Norden und Westen des Landes: Mit einem Warnstreik wollen Fahrer ihre Forderungen in den Tarifverhandlungen durchsetzen. Der Arbeitgeberverband kritisiert das Vorgehen.

Bad Neuenahr-Ahrweiler (dpa/lrs) - Ein Warnstreik im privaten Verkehrsgewerbe hat am Donnerstag zahlreiche Busfahrgäste im Norden und Westen von Rheinland-Pfalz getroffen. Die Gewerkschaft Verdi hatte die Fahrer der DB-Regio Bus Rhein-Mosel GmbH und der MB Moselbahn Verkehrsbetriebsgesellschaft mbH zu ganztätigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Verdi zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf: "Es fährt fast nichts", sagte ein Sprecher am Donnerstag. Der Arbeitgeberverband äußerte "Unverständnis", stellte aber klar, dass die Verhandlungen weiterlaufen, wie Geschäftsführer Heiko Nagel mitteilte.

Bestreikt werden Verdi zufolge seit Betriebsbeginn bis Mitternacht die Standorte Bad Neuenahr-Ahrweiler, Bad Breisig, Bernkastel-Kues, Traben-Trabach, Longuich, Trier und Piesport. Etwa 50 bis 60 Fahrer je Betrieb sind demnach an dem Streik beteiligt. Im Bereich der DB-Regio Bus Rhein-Mosel GmbH ist dem Sprecher zufolge nahezu der komplette Betrieb eingestellt. Im Gebiet der MB Moselbahn Verkehrsbetriebsgesellschaft mbH seien noch einige wenige Subunternehmen unterwegs.

Der Warnstreik ist laut Verdi eine Reaktion auf die stockenden Tarifverhandlungen mit dem Arbeitgeberverband des privaten Verkehrsgewerbes Rheinland-Pfalz. Die Arbeitgeberseite sei auch nach elf Verhandlungsrunden noch immer nicht bereit, auf die Kernforderung einzugehen, nicht nur reine Fahrtzeiten zu bezahlen, sondern auch "unfreiwillige Pausen" zwischen Fahrten.

Dem Arbeitgeberverband zufolge ist das Budget dafür "nicht da". Es sei von Beginn das Ziel gewesen, "ein modernes, zukunftsfestes und in sich widerspruchsfreies Tarifwerk zu schaffen". So etwas könne nicht quasi aus dem Ärmel geschüttelt werden. Es habe in den bisherigen Gesprächen außerdem bereits Annäherungen in mehreren Punkten gegeben. In den Verhandlungen geht es insgesamt um rund 30 000 Beschäftigte.

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