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Rheinland-Pfalz & Saarland Corona-Inzidenz im Saarland bundesweit am dritthöchsten

Medizinisch geschultes Personal führt einen Corona-Schnelltest durch.

(Foto: Kay Nietfeld/dpa/Symbolbild)

Sei einem Monat sind die Corona-Zahlen im Saarland in die Höhe geschnellt. Dennoch: Ab Freitag müssen die meisten Bürger nun für Corona-Schnelltests zahlen.

Saarbrücken (dpa/lrs) - Im Saarland ist die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen weiter gestiegen. Am Donnerstag lag der Wert nach Angaben vom Robert Koch-Institut bei 842,7 - nachdem er vor einer Woche (23.6.) 702,0 betragen hatte. Am höchsten war die Inzidenz im Landkreis Merzig-Wadern mit 947,1, am niedrigsten im Stadtverband Saarbrücken (770,1). Die Inzidenz beschreibt die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Allerdings liefert sie kein vollständiges Bild der Infektionslage.

Bundesweit wies das Saarland unter den Bundesländern den dritthöchsten Wert aus: Nur Schleswig-Holstein (1036,9) und Niedersachsen (965,8) hatten höhere Sieben-Tage-Inzidenzen. Seit Ende Mai hat der Wert im Saarland um gut 350 Prozent zugenommen. Bundesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag bei 668,6.

Der saarländische Gesundheitsminister Magnus Jung (SPD) rechnet nach Expertenaussagen für den August mit Inzidenzen von bis zu 2000. Trotz des weiter erwarteten Anstiegs der Zahlen: Ab diesem Freitag (1. Juli) wird es für die meisten Bürger keine kostenlosen Corona-Schnelltests mehr geben. Sie müssen dann pro Test drei Euro bezahlen. Gratis bleiben Tests für bestimmte Risikogruppen und für Mitarbeiter und Besucher in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen.

Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem, weil bei weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Aber nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zur Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Dem RKI zufolge beläuft sich die Gesamtzahl der Corona-Infektionen im Saarland seit Beginn der Pandemie nun auf 340 396. Das sind 8298 mehr als vor einer Woche. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der Krankheit erhöhte sich in dem Zeitraum um 6 auf 1719.

Nach Angaben der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin vom Donnerstag lagen in saarländischen Kliniken zuletzt 17 erwachsene Covid-19-Intensivpatienten, von denen 3 beatmet werden mussten. Am Donnerstag vor einer Woche waren es 18 erwachsene Intensivpatienten gewesen, von denen 3 beatmet wurden.

Quelle: dpa

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