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Rheinland-Pfalz & Saarland Corona-Inzidenz in Rheinland-Pfalz rutscht unter 500

Ein Mann hält eine FFP2-Maske in der Hand.

(Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbil)

Koblenz (dpa/lrs) - Gut sechs Wochen nach dem Scheitel der jüngsten Corona-Welle ist die Pandemie in Rheinland-Pfalz laut den bestätigten Infektionszahlen auf weniger als ein Drittel des damaligen Ausmaßes zurückgegangen. Am Donnerstag rutschte die Sieben-Tage-Inzidenz unter die Schwelle von 500, wie das Landesuntersuchungsamt mitteilte. Die Corona-Inzidenz in Rheinland-Pfalz ist damit auch niedriger als im Bundesdurchschnitt.

Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht erfasster Fälle aus, etwa weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen.

Die Gesundheitsämter des Bundeslands meldeten am Donnerstag 3580 neue Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2. Im Wochenschnitt kamen täglich 3355 neue Infektionen hinzu. Bezogen auf die Bevölkerungsgröße ergab sich eine Inzidenz von 476,7 Infektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Bundesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag nach Daten des Robert Koch-Instituts bei 502,4 (Stand 3.10 Uhr). Am 29. März hatte die Sieben-Tage-Inzidenz in Rheinland-Pfalz mit 1747,1 ihren bisherigen Höchststand erreicht.

Seit Beginn der Pandemie im Februar 2020 starben 5585 mit Corona infizierte Menschen in Rheinland-Pfalz. In der zurückliegenden Woche kamen durchschnittlich jeden Tag 12,7 Menschen mit oder an Covid-19 ums Leben.

Leicht zugenommen hat die stationäre Behandlung von infizierten Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzern. Die Hospitalisierungsinzidenz stieg von 3,82 vor einer Woche auf 4,28. Diese für die Belastungen im Gesundheitssystem wichtige Kenngröße gibt die Zahl der Krankenhausaufnahmen von Covid-Patienten binnen einer Woche je 100.000 Einwohner an.

Bundesweit am höchsten ist die ausgewiesene Inzidenz im Rhein-Hunsrück-Kreis. Das Landesuntersuchungsamt nannte am Donnerstag 2571,5 Infektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Als Grund hat die Kreisverwaltung ein neues Meldeverfahren mit nachträglichen Meldungen zahlreicher Altfälle angegeben. Diese Nacherfassung habe zu einer Verschiebung der Datenlage geführt, erklärte Landrat Volker Boch (parteilos) in Simmern. Es gebe keine besonders erhöhte Infektionslage im Rhein-Hunsrück-Kreis.

Danach folgten am Donnerstag der Kreis Kaiserslautern (757,1), die Stadt Pirmasens (709,4) und der Kreis Vulkaneifel (654,6). In der Landeshauptstadt Mainz waren es 400,7. Am niedrigsten war die Inzidenz mit 232,4 in der Stadt Ludwigshafen.

Quelle: dpa

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