Regionalnachrichten

Rheinland-Pfalz & Saarland Corona-Kosten: Dreyer weist Kritik von Brinkhaus zurück

Malu Dreyer (SPD) bei einer Pressekonferenz. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild

(Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild)

Mainz (dpa/lrs) - Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gegen die Kritik des Unions-Fraktionschefs im Bundestag, Ralph Brinkhaus, in Schutz genommen. "Ich kann die Kritik des CDU-Fraktionsvorsitzenden Brinkhaus an Bundeskanzlerin Merkel nicht nachvollziehen", sagte Dreyer am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. "In der Corona-Pandemie ist es wichtig, dass alle staatlichen Ebenen vertrauensvoll zusammenarbeiten."

Brinkhaus hatte die Aufteilung der Corona-Kosten zwischen Bund und Ländern kritisiert. Die Bundesländer sollten sich "endlich finanziell in diese Sache einbringen und nicht immer nur Beschlüsse fassen und die Rechnung dann dem Bund präsentieren", sagte er. Brinkhaus sprach auch Merkel direkt an, als er sagte, ein Bereich sei "nicht in Ordnung": Es würden finanzielle Beschlüsse getroffen, ohne den Bundestag zu konsultieren, der das Haushalts- und Budgetrecht habe. "Und ich frage mich, auf welcher Rechtsgrundlage dort entschieden wird, dass Hilfen verlängert werden."

Dreyer entgegnete, die Länder hätten für ihre Schutzprogramme Milliarden aufgewendet, um die schweren Folgen der Pandemie für Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft abzumildern. Sie sei Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) "überaus dankbar für sein Krisenmanagement und die schnelle finanzielle Hilfe für die Menschen im Land."

Newsticker