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Rheinland-Pfalz & Saarland Dehoga berät über Konflikt um Wiederwahl Haumanns

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Bad Kreuznach (dpa/lrs) - Die Vertreter von rund 5000 Hotels und Restaurants in Rheinland-Pfalz beraten heute in Bad Kreuznach über den schwelenden Konflikt im Dehoga-Landesverband. Nach einer Sitzung des Präsidiums (9.00 Uhr) kommt der Große Vorstand mit allen Kreisvorsitzenden zu einer Sitzung zusammen, ehe ein Sonderdelegiertentag (14.00 Uhr) des Landesverbands beginnt. Über die Ergebnisse der nichtöffentlichen Beratungen will der Verband in einer Pressekonferenz (18.00 Uhr) informieren.

Neben Branchenfragen steht die Klage von 19 Verbandsmitgliedern gegen die vorgezogene Wiederwahl von Verbandspräsident Gereon Haumann auf der Tagesordnung. Die Kläger wollen erreichen, dass der Beschluss zur vorzeitigen Verlängerung der Amtszeit von Haumann um weitere acht Jahre ab 2021 für unwirksam erklärt wird. Sie machen geltend, dass der Antrag für den Beschluss auf dem Delegiertentag im August vergangenen Jahres nicht ordnungsgemäß zugestellt worden sei. Das Landgericht Bad Kreuznach wird nach Angaben einer Sprecherin frühestens nach den Sommerferien darüber verhandeln.

Haumann betonte vor den Gremiensitzungen im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur, die Initiative für seine vorgezogene Wiederwahl sei nicht von ihm gekommen. Der Vorstandsbeschluss dazu sei getroffen worden, nachdem er den Verband aus den roten Zahlen geführt habe. Die Tagesordnung für den Delegiertentag im August 2018 sei drei Wochen vorher verschickt worden, die Delegierten hätten der Tagesordnung einstimmig zugestimmt, und bei seiner Wiederwahl habe er 88 Prozent der Stimmen erhalten. Haumann warf den Klägern ein "schlechtes Demokratieverständnis" vor, fügte aber hinzu: "Unsere Hand bleibt zum Gespräch ausgestreckt."

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