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Rheinland-Pfalz & Saarland Dreyer lobt Merkel für Äußerungen zu Frauenquote

Angela Merkel (CDU) und Malu Dreyer (SPD) unterhalten sich. Foto: picture alliance / Boris Roessler/dpa/Archivbild

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Mainz/Berlin (dpa/lrs) - Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat die Äußerungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zu einer Frauenquote in Unternehmen und Vorständen begrüßt. "Es ist gut, dass sich endlich die Bundeskanzlerin im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft für mehr Gleichstellung stark machen will", erklärte Dreyer am Dienstag. Widerstand aus den Reihen der CDU zeige, dass auch nach 15 Jahren mit einer Frau als Regierungschefin es nicht selbstverständlich sei, dass Frauen in Vorständen säßen.

Merkel hatte vergangene Woche Sympathie für Überlegungen von Familienministerin Franziska Giffey (SPD) und Justizministerin Christine Lambrecht (beide SPD) signalisiert, die Quote für Frauen auf mehr Unternehmen auszuweiten und eine Mindestvorgabe für Vorstände einzuführen. Sie halte es für absolut unzureichend, dass es noch börsennotierte Unternehmen gebe, in denen nicht eine einzige Frau im Vorstand sei. Aktuell läuft auch eine Debatte über den Frauenanteil in Entscheidungsgremien und Vorständen der CDU.

Dreyer findet nicht nur Lob für die Kanzlerin. Merkel habe wertvolle Zeit verloren: "2011 hat sie ihre eigene Frauenministerin von der Leyen nicht unterstützt, als sie eine verbindliche Frauenquote einführen wollte." 2012 habe die Kanzlerin eine EU-Quoten-Regelung für Aufsichtsräte abgelehnt.

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