Regionalnachrichten

Rheinland-Pfalz & Saarland Dreyer sieht noch keine Corona-Trendwende

Malu Dreyer, die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild

(Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild)

Angesichts hoher Infektionszahlen ist ein baldiges Ende des Teil-Lockdowns nach Ansicht von Regierungschefin Dreyer nicht in Sicht. Über die Feiertage am Jahresende sollen sich Familien aber treffen dürfen.

Saarbrücken/Mainz (dpa/lrs) - Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) rechnet mit einer Verlängerung des Teil-Lockdowns. "Wir können den Wellenbrecher-Lockdown Ende November noch nicht beenden, auch wenn wir uns das alle wünschen", sagte sie der "Saarbrücker Zeitung" (Dienstag). "Was nicht mit Maske geht, kann vorerst nicht stattfinden. Die Zahlen sind zu hoch, um Restaurants, Bars oder Hotels Anfang Dezember zu öffnen", sagte Dreyer.

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen sich am diesem Mittwoch erneut mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) per Videoschalte beraten und dann ein Konzept für die nächsten Wochen beschließen. Der bundesweite Teil-Lockdown mit den Schließungen von Gastronomie, Kultur- und Sporteinrichtungen gilt bis Ende November.

Mit Blick auf Weihnachten und Silvester sagte Dreyer, für sie sei klar, dass die Menschen dann ihre Liebsten treffen könnten. "Dass wir auch dabei Kontakte beschränken müssen, ist auch klar." Große Silvester-Partys oder Menschenansammlungen an beliebten Plätzen seien zudem "definitiv ein zu großes Risiko", sagte die Regierungschefin.

Am Abend zuvor hatte sich Dreyer im Gespräch mit "SWR Aktuell Rheinland-Pfalz" für Lockerungen von Kontaktbeschränkungen über Weihnachten und Silvester ausgesprochen. Sie sagte, "... man sollte an Weihnachten bis Silvester oder bis ins neue Jahr tatsächlich die Kontaktbeschränkungen etwas lockern. Unser Vorschlag ist, ein Haushalt plus haushaltsfremde Menschen bis 10 Personen, wobei Kinder natürlich nicht mitgezählt werden, denn man kann nicht sagen, ein bis 14-jähriges Kind bleibt zuhause, weil die Anzahl übersprungen ist."

Regionales