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Rheinland-Pfalz & Saarland Duell um CDU-Spitzenkandidatur sorgt für Wirbel

Marlon Bröhr (CDU). Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild

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Mainz (dpa/lrs) - Das Duell um die CDU-Spitzenkandidatur bei der Landtagswahl 2021 in Rheinland-Pfalz sorgt wenige Tage vor dem Parteitag in Neustadt/Weinstraße für Aufregung in der Union. Der Landtagsabgeordnete Alexander Licht kritisierte in einem Brief an den Rhein-Hunsrück-Landrat Marlon Bröhr dessen Kandidatur scharf. Die "Rhein-Zeitung" hatte zuvor darüber berichtet. Demnach bemängelt Licht, Bröhr richte wider besseren Wissens "mehr Schaden als Nutzen" an. Licht war am Montag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Der designierte Generalsekretär der CDU, Gerd Schreiner, bestätigte die Existenz des Briefes am Montag in Mainz und sagte, die CDU sei eine lebendige Partei. Er wünsche sich aber, dass Parteimitglieder persönlich miteinander redeten.

Der Landesvorstand habe den Fraktionsvorsitzenden Christian Baldauf (52) im Juni einstimmig als Spitzenkandidaten nominiert und dies werde inzwischen von vielen Vereinigungen getragen. Aus seiner persönlichen Sicht wäre dies - oder vorher - ein guter Zeitpunkt für eine weitere Kandidatur gewesen, sagte Schreiner. Bröhr habe aber gesagt, er habe seine Kandidatur bewusst erst zwei Wochen vor der Wahl bekanntgegeben und dies als taktischen Schachzug begründet. Der 45-jährige gelernte Zahnarzt gilt eher als politischer Außenseiter ohne breite Machtbasis in der Landespartei, der aber rhetorisches Talent und einen guten Draht zu Bürgern hat.

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