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Rheinland-Pfalz & Saarland Durchsuchung: Waffen und NS-Gegenstände entdeckt

Eine Polizeistreife fährt zu einem Einsatz. Foto: Patrick Seeger/dpa/Symbolbild

(Foto: Patrick Seeger/dpa/Symbolbild)

Kaiserslautern (dpa/lrs) - Nach einer spektakulären Verfolgungsjagd hat die Polizei in Kaiserslautern einen Autofahrer gestellt und bei ihm brisante Funde gemacht. Die Beamten fanden bei ihm in der Nacht zum Freitag nicht nur Amphetamine, sondern auch eine scharfe Patrone und Gegenstände mit Nazi-Symbolen. Bei der daraufhin veranlassten Durchsuchung seiner Wohnung stellten die Ermittler mutmaßliche Waffen sowie Kriegswaffen - eine Pistole, ein Maschinengewehr und Granaten - sicher. Außerdem fanden die Ermittler Uniformen, Fahnen und Orden aus der NS-Zeit.

Ein rechtsextremer Hintergrund könne nicht ausgeschlossen werden, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 39 Jahre alten Mann unter anderem vor, er habe ein "verbotenes Auto-Einzelrennen" initiiert, gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz verstoßen und Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verwendet.

Ohne die Flucht mit dem Auto wären die Behörden dem Mann wohl nicht auf die Spur gekommen. Der unter Drogeneinfluss stehende Autofahrer wollte einer Kontrolle entkommen und war den Angaben zufolge mit einem unversicherten Wagen und ohne Führerschein in hohem Tempo davongefahren. Er umfuhr eine Straßensperre der Polizei, dabei wurden drei Einsatzfahrzeuge beschädigt. Sieben Polizisten erlitten leichte Verletzungen bei dem Einsatz. Während der Fahrt ließ der Flüchtige eine Beifahrerin aussteigen bevor er mit dem Wagen in einem Straßengraben landete und festgenommen wurde. Das Amtsgericht Kaiserslautern erließ Haftbefehl.

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