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Rheinland-Pfalz & Saarland Durchsuchungen wegen des Verdachts der Schwarzarbeit

Blaulicht auf einem Einsatzwagen der Polizei. Foto: Patrick Pleul/ZB/dpa/Symbolbild

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Kaiserslautern (dpa/lrs) - Rund 650 Einsatzkräfte von Polizei, Steuerfahndung und Zoll haben am Donnerstag im Raum Ludwigshafen und Frankenthal mehr als 60 Geschäfts- und Privaträume durchsucht. Dem Einsatz seien teilweise jahrelange Ermittlungen gegen organisierte Strukturen im Bereich der Schwarzarbeit vorausgegangen, teilte die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern mit. Den Verdächtigen würden unter anderem Steuerhinterziehung, Veruntreuen von Arbeitsentgelt sowie gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen, hieß es. Ein Hauptbeschuldigter sowie ein weiterer Täter seien vorläufig festgenommen worden.

Es bestehe zudem der Verdacht, dass Menschen insbesondere aus südosteuropäischen Ländern zu "ausbeuterischen Arbeitsbedingungen" beschäftigt und weitere Arbeiter illegal nach Deutschland eingeschleust worden seien, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Schwerpunkt seien sowohl das Baugewerbe als auch etwa Logistik-, Verpackungs- und Lagerarbeiten. Bei Durchsuchungen im In- und Ausland seien zahlreiche Beweismaterialien und Wertgegenstände gesichert worden, insbesondere Bargeld in siebenstelliger Höhe. Nach bisherigen Erkenntnissen sei von einem Schaden in Millionenhöhe auszugehen.

Die Durchsuchungen wurden von Beamten der Hauptzollämter Karlsruhe und Saarbrücken sowie des Finanzamts Neustadt/Weinstraße und des Polizeipräsidiums Rheinpfalz koordiniert. Hintergrund sind demnach zwei Verfahrenskomplexe der Staatsanwaltschaft Kaiserslauern, Zentralstelle für Wirtschaftsstrafsachen.

© dpa-infocom, dpa:210415-99-215924/2

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