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Rheinland-Pfalz & Saarland Erneut Fliegerbombe in Kaiserslautern entschärft

Ein Polizeiabsperrband vor einem Polizeiwagen. Foto: Marc Tirl/ZB/dpa/Symbolbild

(Foto: Marc Tirl/ZB/dpa/Symbolbild)

Jede zehnte im Zweiten Weltkrieg über Deutschland abgeworfene Bombe soll nicht explodiert sein. Wieder einmal haben Kampfmittelräumer einen Einsatz gehabt. Diesmal im Dunklen in Kaiserslautern.

Kaiserslautern (dpa/lrs) - Erneut haben Experten in Kaiserslautern eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Der 250 Kilogramm schwere Sprengkörper war am Mittwoch bei Kampfmittelsondierungen gefunden worden, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Er wurde laut Polizei noch am späten Mittwochabend vom Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz unschädlich gemacht. Die Bombe mit Doppelzünder war auf einem ehemaligen Werksgelände entdeckt worden.

Für die Entschärfung war eine Evakuierung im Radius von 500 Metern um den Fundort nötig. "Anwohner sind davon so gut wie nicht betroffen", sagte ein Polizeisprecher. "Es ist ein Industriegebiet." Im Sicherheitsradius lagen die SMK Stahlmagazin GmbH sowie Teile des Opel-Werks und der Rhine Ordnance Barracks der US-Army.

Ein Bereich der Autobahn 6 wurde für die Entschärfung vorübergehend gesperrt und Autos umgeleitet. Eine nahe Bahnlinie verlief hingegen nicht durch die Sperrzone.

Der Fund alter Sprengkörper kommt in Rheinland-Pfalz immer wieder vor. Erst am 31. Oktober hatten Kampfmittelräumer in der Nähe des neuen Bombenfundorts einen anderen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg in etwa 15 Minuten unschädlich gemacht.

Experten schätzen, dass im Zweiten Weltkrieg rund ein Zehntel der über Deutschland abgeworfenen Bomben nicht explodiert ist. So vereisten laut dem Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz mitunter die Zünder beim Abwurf aus mehreren Tausend Metern Höhe, so dass die Entsicherung nicht funktionierte. Oder die Bomben mit Zündern nur am Kopf und Heck schlugen so auf, dass sie nicht detonierten.

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