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Rheinland-Pfalz & Saarland Erstmals ruandisch-rheinland-pfälzische Design-Ausstellung

Illustrationsdesign aus Ruanda (vorne) und Rheinland-Pfalz wird in der Ausstellung

(Foto: Thomas Frey/dpa)

Koblenz/Kigali (dpa/lrs) - Erstmals beteiligen sich in Rheinland-Pfalz hiesige und ruandische Designer gemeinsam an einer Ausstellung. Der Mainzer Innenminister Roger Lewentz (SPD) eröffnet die Präsentation "Produkte im Dialog" am kommenden Donnerstag (29. August) auf der Koblenzer Festung Ehrenbreitstein. Rheinland-Pfalz und das ostafrikanische Ruanda verbindet bereits seit 1982 eine Partnerschaft.

Nach Auskunft des Designforums, eines Projekts des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums zur Förderung von Designern, sind in der Ausstellung Exponate von sieben ruandischen und acht hiesigen Teilnehmern zu sehen. Die Präsentation konnte leicht verändert bisher schon in der ruandischen Hauptstadt Kigali betrachtet werden. Die Mainzer Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hatte sie dort während einer Delegationsreise im Herbst 2018 eröffnet.

Als Beispiel für Exponate nannte Silke Philipps-Deters vom Designforum afrikanische Kleidung: "Die Designer aus Ruanda sind stark bei Fashion. Sie versuchen, Traditionen in die Moderne mitzunehmen. Sie wollen andere Blicke auf Ruanda schärfen." Das kleine Land werde oft reduziert auf seinen Völkermord vor 25 Jahren mit mindestens 800 000 Toten meist von der Minderheit der Tutsi.

Zu den rheinland-pfälzischen Beiträgen der Ausstellung bis zum 16. August 2020 gehören laut Philipps-Deters etwa Schuhe und Taschen. Auch Schmuck aus recyceltem Glas gebe es zu sehen. In Kigali war die Präsentation nach Worten der Expertin "sehr erfolgreich. Urprünglich sollte sie dort nur zwei Wochen laufen." In der sogenannten Graswurzelpartnerschaft haben in Rheinland-Pfalz rund 200 Schulen und 40 Kommunen Kooperationen mit Ruanda.

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