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Rheinland-Pfalz & Saarland Experten: Asiatische Hornisse breitet sich im Land aus

Ein Asiatische Hornisse (Vespa Velutina Nigrithorax) wird von einem Biologen mit einem Handschuh festgehalten.

(Foto: Axel Heimken/dpa)

Mayen (dpa/lrs) - Sie hat eine orangene Stirn und ihre Nester sind medizinballgroß: Die Asiatische Hornisse breite sich in Rheinland-Pfalz aus, teilten das Landesamt für Umwelt, die Stiftung Natur und Umwelt und das Fachzentrum für Bienen und Imkerei im Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Westerwald-Osteifel am Dienstag mit. Um sich ein Bild über die Verbreitung der invasiven Hornissenart machen zu können, werde die Bevölkerung aufgerufen, Nester zu melden.

Die Nester seien in den jetzt laubfreien Baumkronen schon von weitem zu sehen. "Sie haben die Größe eines Medizinballs und befinden sich oft in zehn Meter Höhe oder darüber", hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung. Die Auswirkungen auf die heimische Insektenwelt und Honigbienen seien noch weitestgehend unerforscht.

Nach nur vereinzelten Meldungen von Nestern in den vergangenen Jahren hätten sich 2022 die Beobachtungen von Nestern der neuen Hornissenart vor allem im südlichen Rheinland-Pfalz gehäuft, schrieben die Experten. Eine erste gesicherte Beobachtung eines Einzeltiers, das auf ein dortiges Nest schließen lasse, sei nördlich der Mosel gemeldet worden.

Das in diesem Jahr gehäufte Auftreten dürfte auch auf die klimatischen Veränderungen mit deutlich höheren Temperaturen vor allem während des Winters zurückgehen. Die Asiatische Hornisse wurde in Europa erstmals 2004 in Südfrankreich nachgewiesen, zehn Jahre später zum ersten Mal in Deutschland.

Laut Naturschutzbund ist die Asiatische Hornisse für den Menschen genauso ungefährlich wie ihre Verwandten.

Quelle: dpa

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