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Rheinland-Pfalz & Saarland Flüchtlingsheim: Von 52 Corona-Fällen keiner schwer krank

Aufnahme einer Atemschutzmaske vom Typ FFP3. Foto: Friso Gentsch/dpa/Archivbild

(Foto: Friso Gentsch/dpa/Archivbild)

Mainz (dpa/lrs) - Von den ursprünglich 132 Bewohnern einer Mainzer Flüchtlingsunterkunft sind inzwischen 52 mit dem Coronavirus infiziert. "Es ist aber keine einzige schwerwiegende Erkrankung dabei", sagte der Leiter des zuständigen Gesundheitsamts Mainz-Bingen, Dieter Hoffmann, am Mittwoch. Die Altersspanne der Infizierten reiche von einem Jahr bis knapp 60 Jahre. Er rechne damit, dass in nächster Zeit auch fast alle der anderen Bewohner positiv auf Corona getestet werden.

"Die Erfahrung zeigt, dass Familien und Menschen, die zusammen in einem Raum übernachten, alle positiv sind", erläuterte Sozialdezernent Eckart Lensch (SPD). Die rund 15 Mitarbeiter in der Flüchtlingsunterkunft und der Sicherheitsdienst seien auch getestet worden - ohne Befund. Das vierstöckige Gebäude steht seit 19. Mai unter Quarantäne und soll am 9. Juni wieder öffnen können.

Einige der mit dem Virus Sars-Cov-2 Infizierten seien bereits vor einigen Tagen in eine andere Unterkunft gebracht worden. 31 noch nicht positiv getestete Menschen wurden in eine dritte Unterkunft gebracht, damit die Hauptunterkunft wie geplant am 9. Juni wieder öffnen kann. Darin lebten jetzt noch die jetzt positiv Getesteten mit ihren Zimmergenossen. Diese seien höchstwahrscheinlich auch infiziert. Außer in den Familienzimmern hätten in dem Gebäude im Durchschnitt drei Menschen in einem Zimmer gelebt.

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