Regionalnachrichten

Rheinland-Pfalz & Saarland Gefahr für Wildunfälle steigt zur Sommerzeit

dpa_Regio_Dummy_RheinlandPfalzSaarland.png

Gensingen (dpa/lrs) - Mit der Umstellung auf Sommerzeit am nächsten Wochenende (28./29. März) steigt erneut die Gefahr für Wildunfälle. Zwar seien in der Corona-Pandemie weniger Autofahrer auf den Straßen unterwegs, aber dennoch müsse jeder einzelne aufmerksam sein, sagte der Sprecher des Landesjagdverbands Rheinland-Pfalz am Donnerstag in Gensingen. Bei der Zeitumstellung werden die Uhren eine Stunde vorgestellt: Ein Teil des Berufsverkehrs fällt somit in die Dämmerung, in der viele Wildtiere zur Nahrungssuche unterwegs seien.

Die Zahl der Wildunfälle habe 2019 in Rheinland-Pfalz zugenommen. Mit gut 24 800 Unfällen liege die Zahl um rund 1400 (knapp sechs Prozent) über der des Vorjahres, teilte der Verband mit. Bei der Vermeidung von Wildunfällen spiele das Tempo eine große Rolle. Wer mit 80 statt mit 100 Stundenkilometern unterwegs sei, habe einen 25 Meter kürzeren Bremsweg. Sehen Autofahrer Wildtiere auf der Fahrbahn stehen, sollten sie das Licht abblenden, hupen und bremsen. Keineswegs sollten Fahrer versuchen, dem Tier auszuweichen, denn die Folgen dieses Manövers könnten schwerwiegender sein.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Koblenz gab es im vergangenen Jahr 8294 Wildunfälle, das waren 607 mehr als 2018. Die Polizei Mainz registrierte mit 2864 Unfällen mit Wild 190 mehr, die Trierer Polizei mit 7371 dann 192 mehr. Beim Polizeipräsidium Westpfalz standen 3950 Fälle in der Liste - und damit 238 mehr als im Vorjahr. Die Polizei in Ludwigshafen meldete für ihren Bereich 2359 Wildunfälle.

Newsticker