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Rheinland-Pfalz & Saarland Generalstreik in Frankreich: Zugreisende in Hessen betroffen

Rote Lichter und leere Gleise sind am Bahnhof Perrache in Lyon zu sehen. Foto: Laurent Cipriani/AP/dpa

(Foto: Laurent Cipriani/AP/dpa)

Auch Reisende in Hessen bekommen den Generalstreik in Frankreich zu spüren. Zugverbindungen nach Paris enden an der Grenze. Am Hauptbahnhof in Frankfurt läuft dennoch alles reibungslos.

Mainz/Saarbrücken (dpa/lrs) - Der Generalstreik in Frankreich hat auch in Hessen Auswirkungen auf Reisende. Am Donnerstag fielen nach Angaben der Deutschen Bahn die Zugfahrten von und ins Nachbarland aus. Züge von Frankfurt nach Paris und Marseille endeten demnach an der Landesgrenze und kehrten wieder um.

Die Lage am Frankfurter Hauptbahnhof blieb jedoch trotz der Ausfälle nach Angaben eines Sprechers der Bundespolizei entspannt. "Es war bei uns nicht mehr los als sonst." Reisende kämen ja immerhin bis zur Grenze mit den Zügen, erst dort werde es schwierig. "Hier in Hessen ist deshalb keine Panik ausgebrochen."

Vom Streik betroffen waren die ICE-Verbindungen von Frankfurt über Saarbrücken nach Paris, von München über Stuttgart und Straßburg nach Paris sowie die TGV-Verbindung von Frankfurt über Mannheim und Straßburg nach Marseille. Wie es in den kommenden Tagen weitergeht, ist laut der Deutschen Bahn unklar. Prinzipiell fänden an Streiktagen im Fernverkehr keine Zugfahrten von und nach Frankreich statt.

"Es ist damit zu rechnen, dass der Streik ausgeweitet wird und mehrere Tage andauert", teilte die Bahn in einer Verkehrsmeldung mit. Sie rief Reisende dazu auf, sich im Internet zu informieren und bot eine kostenlose Umbuchung an. Es wird einer der größten Streiks der vergangenen Jahre erwartet, der Frankreich komplett lahmlegen könnte. Grund ist eine geplante Rentenreform. Auch am Bahnhof in Saarbrücken blieb am Donnerstag laut der Bundespolizei ein Chaos aus. "Der Bahnverkehr funktionierte hier reibungslos", sagte ein Sprecher. Wer mit dem Zug in der saarländischen Landeshauptstadt aussteigt und weiter nach Frankreich wolle, müsse sich ins Auto oder einen Fernbus setzen.

Auch die Lufthansa rief Frankreich-Reisende auf, sich im Internet zu informieren. Für diesen Donnerstag wurden nach Angaben eines Sprechers neun Flüge gestrichen - unter anderem nach Paris, Lyon und Marseille. Betroffene Passagiere würden benachrichtigt. "Es mussten nicht alle Flüge gestrichen werden, Umbuchungen waren teilweise möglich", sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft.

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