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Rheinland-Pfalz & Saarland Gewerkschaft der Polizei sieht E-Tretroller kritisch

Ein Mann tritt auf einem Testgelände die Bremse eines Elektro-Rollers (E-Scooter). Foto: Oliver Berg/Archivbild

(Foto: Oliver Berg/dpa)

Mainz (dpa/lrs) - Bei einer Zulassung von Elektro-Tretrollern erwartet die Gewerkschaft der Polizei (GdP) mehr Konflikte mit anderen Verkehrsteilnehmern. Schon heute seien die täglichen Erfahrungen der Polizeibeamten im Verkehr von Spannungen und Aggressivität geprägt, erklärte die GdP Rheinland-Pfalz am Montag in Mainz. "Dieser Zustand wird nach unserer Auffassung weiter verstärkt durch die Zulassung der E-Roller." Radwege und Fahrbahnen seien bereits heute völlig überlastet, was sich dann noch verschärfen würde.

Polizisten seien als Vermittler gefordert bei Auseinandersetzungen zwischen Autofahrern, Radfahrern, Fußgängern und dann auch noch E-Scooter-Fahrern, erklärte die GdP Rheinland-Pfalz. Die Belastung in den Schichten der Dienststellen nehme schon jetzt zu. "Darüber können wir als GdP nicht glücklich sein, bei allem Verständnis für den Wunsch nach mehr Mobilität."

Der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) hat die geplante Zulassung von E-Tretrollern als Chance bezeichnet. Den Weg dafür hat der Bundesrat am vergangenen Freitag freigemacht. Demnach sollen die sogenannten E-Scooter für eine Geschwindigkeit von maximal 20 Kilometern pro Stunde (km/h) zugelassen werden. Fahrer müssen mindestens 14 Jahre alt sein und Radwege nutzen, auch wenn sie auf langsameren Modellen unterwegs sind. Die Bundesregierung will die Regelung nun zügig umsetzen, voraussichtlich im Juni soll die geplante Verordnung in Kraft treten.

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