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Rheinland-Pfalz & Saarland Gewitter, Hagel, Überschwemmung: Mann stirbt in Keller

Gewitterwolken hängen über der Südeifel bei Welschbillig.

(Foto: Harald Tittel/dpa)

Gewitter, starker Regen, Hagelkörner. Über Rheinland-Pfalz und das Saarland zogen am Freitag dicke Wolken - ein Mann kam mutmaßlich wegen des Unwetters ums Leben. Am Samstag soll sich das Wetter wieder beruhigen.

Offenbach (dpa/lrs) - Massive Gewitter über Rheinland-Pfalz und dem Saarland haben am Freitag für Schäden etwa an Autos und Dachfenstern gesorgt. In einem unter Wasser stehenden Keller in Wittgert (Kreis Westerwald) kam ein 38-Jähriger ums Leben. Der Mann habe beim Betreten des Kellers einen Stromschlag erlitten, sei dadurch zu Fall gekommen und vermutlich mit dem Kopf aufgeschlagen, teilte die Polizei mit. Das Unglück passierte im Anwesen einer Familie, der 38-Jährige war ein Bekannter.

Die Koblenzer Polizei teilte mit, innerhalb kurzer Zeit hätten zwei Gewitterzellen das Gebiet des Polizeipräsidiums durchquert. In der ersten Gewitterfront habe es Hagelkörner mit einem Durchmesser von rund fünf Zentimetern gegeben. Mindestens mehrere Dutzend Pkw seien dadurch erheblich beschädigt worden. Teilweise wurden demnach während der Fahrt Auto-Scheiben vom Hagel zertrümmert. Die B9 im Bereich Andernach Süd sei vorübergehend wegen der vielen Hagelkörner nicht mehr befahrbar gewesen.

Auch eine Vielzahl von Dachfenstern sei beschädigt, teils gebe es deshalb Wasserschäden in den Gebäuden. Dutzende Bäume hätten Straßen blockiert, die teils über Stunden gesperrt waren - etwa die B9 zwischen Lahnstein und Montabaur. Im Zusammenhang mit der zweiten Gewitterzelle seien mehrere Pkw in herausgehobenen Gullyschächten oder überschwemmten Unterführungen liegengeblieben. In Hillscheid (Kreis Westerwald) stürzte ein Baum auf das Dach eines Hauses - verletzt wurde niemand.

Im Landkreis Südliche Weinstraße fiel ein Baum auf die Bahnstrecke zwischen Schweighofen und Kapsweyer, wie die Deutsche Bahn per Twitter mitteilte. Dort könnten daher keine Züge fahren, es werde Ersatzverkehr mit Taxis eingerichtet.

Die Meteorologen hatten in ihrer Vorhersage für Rheinland-Pfalz und das Saarland angekündigt, punktuell könnten in kurzer Zeit Regenmengen von bis zu 60 Litern pro Quadratmeter fallen. Es gebe die Gefahr von schweren Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten um 95 Stundenkilometer. Auch Orkanböen um 120 Stundenkilometer seien nicht ausgeschlossen, ebenso wie vereinzelte Tornados und größerer Hagel.

Wegen der Warnung vor Starkregen und Sturmböen blieben am Freitag alle Schulen in Trägerschaft des Kreises Ahrweiler in Rheinland-Pfalz geschlossen. Der Kreis appellierte zudem an alle Eltern von Kita-Kindern, diese zu Hause zu betreuen. Eine für den Nachmittag geplante Sitzung des Kreistages Ahrweiler in der Rheinhalle in Remagen wurde ebenfalls abgesagt.

In der Nacht zu Samstag soll sich das Wetter nach der Vorhersage des DWD beruhigen. Die Gewitter würden nach Osten hin abziehen.

Quelle: dpa

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