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Rheinland-Pfalz & SaarlandHitze-Check: Rheinland-pfälzische Städte schlecht geschützt

09.06.2026, 11:02 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa)

Mehr Beton als Bäume: Rheinland-pfälzische Großstädte sind laut einer Analyse der Deutschen Umwelthilfe kaum gegen Sommerhitze gewappnet. Welche Städte besonders betroffen sind.

Berlin/Mainz (dpa/lrs) - Beton, kaum Bäume und zu wenig Schatten: Viele Menschen sind einer Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zufolge der extremen Sommerhitze in rheinland-pfälzischen Großstädten ausgesetzt. Besonders schlecht schneiden demnach Ludwigshafen und Worms ab. Sie landen im bundesweiten Vergleich auf Platz vier und sechs der Rangliste von Städten, in denen die Menschen am schlechtesten vor Hitze geschützt sind.

Bad Kreuznach, Neuwied und Koblenz erhalten ebenfalls die Rote Karte der Umweltorganisation. Und auch in keiner der weiteren untersuchten Städte in dem Bundesland ist der Schutz demnach wirklich gut.

Für ihren sogenannten Hitze-Check wertet die DUH zahlreiche Daten für 195 Städte aus: Neben den Sommertemperaturen und der Bevölkerungsdichte werden auch die Menge an Beton und Asphalt sowie die Zahl der Bäume und Grünflächen in den Blick genommen. Eine Rolle spielt auch die Frage, wie sich die Flächenversiegelung in den einzelnen Städten seit dem Jahr 2018 entwickelt hat. Daraus wird mittels Schätzungen jeweils ein Index gebildet.

Ausschließlich im roten und gelben Bereich

Worms und Bad Kreuznach schneiden demnach in allen Kategorien schlecht ab. Ludwigshafen steht einzig bei der Flächenversiegelung etwas besser da, Neuwied und Koblenz beim sogenannten Hitzebetroffenheitsindex. Der Index soll zeigen, wie stark die Bevölkerung von Hitze betroffen ist. Er wird unter anderem aus der Bevölkerungsdichte, der durchschnittlichen Oberflächentemperatur und der Menge der Grünflächen berechnet.

Bei der Untersuchung wurden alle Städte in drei Kategorien nach dem Ampelschema eingeteilt, von Grün für gut bis Rot für schlecht. Alle weiteren Städte in Rheinland-Pfalz fielen in die mittlere, gelbe Kategorie. Dazu zählen Neustadt an der Weinstraße, Trier, Mainz und Kaiserslautern. Saarbrücken im benachbarten Saarland liegt demnach ebenso im Mittelfeld.

Kiel und Wuppertal belegen vordere Plätze

Bundesweit schnitten bei dem Hitze-Check Kiel und Wuppertal am besten ab. Sie sind die einzigen beiden Städte, bei denen die Umwelthilfe in zwei von drei Bewertungskategorien die Ampel auf Grün schaltete. Am anderen Ende des Rankings finden sich gleich drei Kommunen aus Baden-Württemberg: Offenburg, Lahr und Mannheim, das beim Hitze-Check im vergangenen Jahr sogar den letzten Platz belegt hatte.

Hitzewellen sind weltweit aufgrund des Klimawandels intensiver und auch wahrscheinlicher geworden – das geht mit gesundheitlichen Risiken insbesondere für Ältere oder Vorerkrankte einher. Damit wird auch die Anpassung von Städten an diese Bedingungen wichtiger.

Quelle: dpa

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