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Rheinland-Pfalz & Saarland Hohe Geldabhebungen lassen Behörden aufhorchen

Eine Bankkundin steckt ihre Girokarte in einen Geldautomaten. Foto: Fabian Sommer/dpa/Archivbild

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Mainz (dpa/lrs) - Eine steigende Zahl von Abhebungen hoher Geldbeträge von Konten hat die rheinland-pfälzischen Sicherheitsbehörden aufhorchen lassen. Innenminister Roger Lewentz (SPD) betonte angesichts dessen am Donnerstag in Mainz: "Mir liegen keinerlei Informationen vor, dass das Bargeld knapp werden könnte." Das Geld der Menschen sei nirgendwo sicherer als bei Banken. Kreditinstitute hatten den Angaben zufolge zuvor davon berichtet, dass Kunden verstärkt höhere Beträge abheben. Dies könne zwar ganz unterschiedliche, individuelle Gründe haben, sagte Lewentz, ein Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sei aber durchaus denkbar.

"Als der für die Polizei zuständige Innenminister denke ich da sofort an den Enkeltrick oder die Ansprache vorgeblicher Mitarbeiter des Gesundheitsamtes oder auch von falschen Polizisten bei älteren Menschen, mit dem Ziel, die Betroffenen um ihr Geld zu bringen", sagte Lewentz. Auch der Präsident des Landeskriminalamtes (LKA), Johannes Kunz, sah einen möglichen Zusammenhang zwischen hohen Abhebungen insbesondere von Senioren und betrügerischen Absichten. Hohe zuhause liegende Bargeldsummen böten Anreize für Betrüger und Einbrecher. Lewentz und Kunz appellierten an Banken und ältere Menschen, sich beim Verdacht auf Betrug bei der Polizei zu melden.

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