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Rheinland-Pfalz & Saarland Klingonen aus "Star Trek" haben kein Wort für "bitte"

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Saarbrücken (dpa/lrs) - Wer klare Ansagen mag, könnte ein Fan der Kunstsprache Klingonisch werden. Denn die Sprache aus dem Filmuniversum der Star-Trek-Reihe verzichtet auf Höflichkeitsfloskeln wie "bitte". "Klingonen sind nicht unhöflich, aber sie sind sehr direkt", sagte der Sprachexperte für die klingonische Sprache, Lieven L. Litaer, in Saarbrücken der Deutschen Presse-Agentur. "Sie sagen nicht: "Könntest Du mir bitte den Kugelschreiber geben?", sondern einfach "Gib ihn mir!"" Gerade ist ein neuer Sprachführer "Klingonisch Wort für Wort" (Reise Know-How Verlag) erschienen, in dem Litaer einen schnellen Einstieg in die Sprache der Außerirdischen verspricht.

Neben einem Grammatik-Teil umfasst das Buch etliche Begriffe und Redewendungen, die man im Alltag gut gebrauchen könne: Von "Wo ist die Toilette?" über "Ich habe Hunger" bis "Wie ist Ihr Name?" Immer mehr Star-Trek-Fans lernten die Sprache, sagte Litaer, der seit vielen Jahren das Sprach-Training "qepHom" (klingonisch für "Kleines Treffen") organisiert, Klingonischkurse gibt und 2017 das erste Übungsbuch für Klingonisch veröffentlichte.

Erfinder der Kunstsprache ist der US-amerikanische Sprachwissenschaftler Marc Okrand. Das Klingonische umfasse mittlerweile rund 4000 Wörter, jedes Jahr kommen laut Litaer neue dazu - so auch jetzt für den neuen Sprachführer. Er wird auch auf der Messe "Fark" (Fantasie und Rollenspiel Konvent) von diesem Freitag bis Sonntag am Bergwerk Reden im saarländischen Schiffweiler (Kreis Neunkirchen) präsentiert. "Dort trifft sich alles, was mit Fantasie zu tun hat - von A wie Alien bis Z wie Zombie", sagte Litaer.

Messe Fark

Klingonischkurs Saarbrücken

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