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Rheinland-Pfalz & Saarland Klöckner: CDU hatte nicht die entscheidenden Themen

Julia Klöckner (CDU). Foto: Britta Pedersen/Archivbild

(Foto: Britta Pedersen/ZB/dpa)

Mainz (dpa/lrs) - Die CDU hat es nach Einschätzung der stellvertretenden Bundesvorsitzenden Julia Klöckner bei der Europawahl nicht geschafft, mit den von ihr gesetzten Schwerpunkten bis zum Schluss bei den Wählern anzukommen. Freiheit und Sicherheit seien nicht die entscheidenden Themen gewesen, sagte Klöckner am Sonntagabend in Mainz. Am Ende seien es die sehr emotionalen Themen Klimawandel und Umweltschutz gewesen, die den Ausschlag für die Wahlentscheidung gegeben hätten, sagte Klöckner.

Bei aller Enttäuschung über das Gesamtergebnis zeigte sich die rheinland-pfälzische Landesvorsitzende zufrieden darüber, dass ihre Landespartei laut Prognose besser abgeschnitten hat als im Bundesdurchschnitt. "Wir sind als CDU die stärkste Kraft", betonte Klöckner. "Massiv eingebrochen, dramatisch, sind die Kollegen der SPD."

Klöckner kritisierte die Art und Weise der Auseinandersetzung im Wahlkampf, die sich zunehmend radikalisiert habe. Youtube-Beiträge könnten ein guter Impuls sein, "aber sie ersetzen nicht die politische Debatte", sagte Klöckner mit Blick auf das von Millionen Menschen gesehene Youtube-Video "Die Zerstörung der CDU". Kompromiss und Ausgleich seien "ein bisschen aus der Mode gekommen", kritisierte Klöckner. "Das müssen wir wieder hinbekommen."

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