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Rheinland-Pfalz & Saarland LSB: Kunstrasenplätze brauchen Alternative zum Granulat

Komplett erneuert ist der erste von vier Kunstrasenplätzen auf der Sportanlage. Foto: Bernd Wüstneck/Archivbild

(Foto: Bernd Wüstneck/zb/dpa)

Mainz (dpa/lrs) - Die rund 450 Kunstrasenplätze in Rheinland-Pfalz müssen eine Alternative zum Kunststoff-Granulat finden. Das für Sport zuständige Innenministerium habe beschlossen, Kunstrasenplätze mit Kunststoff-Granulat als Einfüllstreu nicht mehr zu bewilligen, teilte der Landessportbund (LSB) am Dienstag in Mainz mit. Das Kunststoff-Granulat aus Kunstrasenfeldern und von Laufbahnen gelte als wichtiger Faktor der Mikroplastikverschmutzung der Umwelt. Die EU befasse sich derzeit mit dem Thema, ein Verbot von Kunststoffgranulat ab 2021 sei möglich. Ein Sprecher des Innenministeriums bestätigte die Angaben.

"Der LSB begrüßt die Entscheidung des Sportministeriums, stehen wir doch auch in der Verantwortung, Kommunen und unsere Sportvereine aufgrund eines möglichen kurzfristigen Granulat-Verbots vor zukünftigen Fehlinvestitionen zu schützen", sagte der kommissarische LSB-Präsident Jochen Borchert laut Mitteilung.

Das Mainzer Ministerium bitte, statt auf Kunststoff-Granulat auf alternative Lösungen zu setzen wie Kork, Sand, Hybridrasen - halb Kunst und halb Natur - oder Kunstrasen ohne Verfüllung. Andere Bundesländer seien diesen oder einen ähnlichen Schritt bereits gegangen.

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