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Rheinland-Pfalz & Saarland Landesweiter Warnstreik im privaten Busgewerbe

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Mainz (dpa/lrs) - Menschen in Rheinland-Pfalz warten heute und Freitag möglicherweise vergeblich auf den Bus: Die Gewerkschaft Verdi hat im Tarifkonflikt im privaten Busgewerbe zu einem zweitägigen Warnstreik in Rheinland-Pfalz aufgerufen. Der landesweite Ausstand soll an diesem Morgen um 3.00 Uhr beginnen und bis zum Schichtende am Freitagabend dauern. Die Gewerkschaft geht davon aus, dass sich von den 5500 Beschäftigten etwa 3500 Fahrerinnen und Fahrer an dem Warnstreik beteiligen werden. Verdi rechnet damit, dass weite Teile des Landes von den Streikmaßnahmen betroffen sein werden, darunter der Schüler- und der Überlandverkehr.

Verdi fordert in dem Tarifkonflikt die Durchbezahlung von Standzeiten und Fahrzeitunterbrechungen, ein 13. Monatsgehalt sowie höhere Zuschläge und ein höheres Urlaubsgeld. Die Gewerkschaft hatte Schüler, Eltern und Fahrgäste vorab um Verständnis für den Warnstreik mitten in der Corona-Pandemie gebeten.

Die Arbeitgeber wiesen die Forderungen als überzogen zurück. "Die Forderungen von Verdi mit Lohnsteigerungen im deutlich zweistelligen Bereich kommen zu Unzeiten", erklärte der Geschäftsführer der Vereinigung der Arbeitgeberverbände Verkehrsgewerbe (VAV), Heiko Nagel. Auf den vom Land versprochenen Ausgleich für die Erhöhungen des Tarifabschlusses vom vergangenen Sommer über einen eigenen "Rheinland-Pfalz-Index" warteten die Unternehmen noch immer. "Solange die Unternehmen nicht verbindlich wissen, wie es mit dem Index weiter geht, kann nicht verhandelt werden", sagte Nagel.

© dpa-infocom, dpa:210505-99-481201/2

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