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Rheinland-Pfalz & Saarland Mediziner fordert Konzept für Obdachlose im Corona-Winter

Obdachlose liegen unter einer Eisenbahnunterführung. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild

(Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild)

Mainz (dpa/lrs) - Der Mainzer Sozialmediziner Gerhard Trabert fordert von der rheinland-pfälzischen Landesregierung ein Konzept zum Schutz von Obdachlosen im Corona-Winter. "Ich befürchte, dass es gravierender und schlimmer werden wird", sagte der Vorsitzende des Vereins Armut und Gesundheit der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die kalte Jahreszeit. Land und Kommunen müssten so schnell wie möglich zusätzlichen Wohnraum zur Verfügung stellen, damit sich die besonders gefährdeten Obdachlosen bei einem Corona-Verdacht isolieren könnten.

"Wir befürchten eine hohe Infektionsrate, Erkrankungsrate und Sterberate bei wohnungslosen und generell sozial benachteiligten Menschen, wenn hier nicht schnell und konsequent gehandelt wird", heißt es in einer Mitteilung seines Vereins.

Bei der ersten Corona-Infektionswelle im Frühjahr sei in der Bevölkerung noch eine hohe Sensibilität gegenüber der Situation wohnungsloser Menschen zu spüren gewesen, sagte Trabert. Dies scheine jetzt im wesentlich gefährlicheren Winter nicht mehr der Fall zu sein.

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