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Rheinland-Pfalz & Saarland Mehr Freiheiten für Geimpfte und Genesene

Schutzimpfung gegen Covid-19 mit dem Wirkstoff von Biontech/Pfizer. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

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Trotz des sommerlichen Intermezzos haben sich die meisten Menschen in Rheinland-Pfalz an die Corona-Regeln gehalten. Seit Sonntag gelten Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Genesene nicht mehr.

Mainz (dpa/lrs) - Sommerliches Wetter mit Höchstwerten von bis zu 30 Grad hat am Sonntag in Rheinland-Pfalz zahlreiche Menschen ins Freie gelockt. Größere Probleme oder Verstöße gegen Corona-Regeln habe es bis zum frühen Sonntagmittag aber nicht gegeben, teilten die Polizeipräsidien mit. Es sei viel los, aber es gehe gesittet zu - die Regeln fänden nach wie vor Akzeptanz, sagte ein Polizeisprecher aus Mainz.

In der Nacht auf Sonntag jedoch meldeten Anwohner in Remagen im Landkreis Ahrweiler eine Ruhestörung durch laute Musik. Und auf einer Lichtung lösten die Beamten eine mit professionellem Equipment ausgestattete Feier auf.

Wer schon vollständig geimpft oder von einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 genesen ist, kann sich seit Sonntag wieder unbeschwerter mit anderen Menschen treffen. Vollständig geimpft sind laut Robert Koch-Institut allerdings erst weniger als 425 000 Rheinland-Pfälzer (Stand: Donnerstag) - etwa zehn Prozent. Nach der Zustimmung des Bundesrats trat die Verordnung in Kraft. Die Ampel-Regierung hatte ihr trotz Bedenken der FDP zugestimmt.

"In Rheinland-Pfalz gelten vergleichbare Regelungen bereits seit dem 24. April", hatte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) gesagt. Für Geimpfte und Genesene gibt es bereits Ausnahmen von der Testpflicht und der Absonderungspflicht nach der Einreise aus einem Risikogebiet.

Als vollständig geimpft gilt nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission derzeit, wer vor 14 Tagen die zweite Impfung bekommen hat und keine typischen Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus aufweist. Als genesen gelten laut Verordnung jene Menschen, die eine Corona-Infektion überstanden haben - und dies mit einem positiven PCR-Labortest nachweisen können, der mindestens 28 Tage und höchstens sechs Monate alt ist. Menschen, deren Erkrankung länger als sechs Monate zurückliegt, gelten im Sinn der Verordnung nicht als genesen.

In einer Protokollnotiz zur Verordnung fordert Rheinland-Pfalz - wie Thüringen - von der Bundesregierung, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass ein Genesenen-Nachweis als einfaches Dokument von den behandelnden Ärzten ausgestellt werden kann. Sonst könne es zu erheblichen Unsicherheiten und Verwirrung kommen, hieß es.

Von Mittwoch an lockert das Bundesland die Corona-Regeln in Kreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100. Der gesamte Handel kann dann wieder öffnen, es gelten die gleichen Bedingungen wie in den Lebensmittelgeschäften. Zudem soll die Vermietung von Ferienwohnungen und die Übernachtung in Wohnmobilen mit eigenen sanitären Anlagen wieder möglich sein.

Oberhalb einer Inzidenz von 100 rangierten am Sonntag nach den für die Bundes-Notbremse maßgeblichen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) noch 12 der 36 Kreise und Städte. Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz gab es (Stand 15.00 Uhr) in der Stadt Ludwigshafen mit 169,5. Danach folgten Speyer (150,3) und der Kreis Birkenfeld (145,8).

Insgesamt stieg die Sieben-Tage-Inzidenz in Rheinland-Pfalz wieder leicht an, mit 99,8 lag sie nach Angaben des Landesuntersuchungsamtes jedoch noch unter der Marke von 100 (Stand 11.13 Uhr). Sie zeigt die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb der vorangegangen sieben Tage an.

© dpa-infocom, dpa:210509-99-527854/3

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